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Höhlendrama nimmt seinen Lauf

Seit zwei Tagen gibt es kein Lebenszeichen von einer thailändischen Junioren-Fussballmannschaft. Doch die Helfer haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Ulrike Putz, Singapur

Die Szenen, die derzeit auf allen Fernsehkanälen Thailands zu sehen sind, sind herzzerreissend: Hunderte Angehörige von 12 in einer überfluteten Höhle eingeschlossene Knaben harren seit nunmehr vier Tagen ausserhalb der Touristenattraktion aus und beten für die Heimkehr ihrer Kinder. «Komm heim, mein Junge!», weinte eine Mutter am Dienstag. «Ich bin hier, um dich zu holen!», rief ein verzweifelter Vater.

Ausrüstung, Velos und Rucksäcke vor der Höhle

Die Fussballmannschaft, allesamt Buben im Alter von 11 bis 16 Jahren, waren am vergangenen Samstag mit ihrem 25-jährigenTrainer nach einem Freundschaftsspiel auf einem Ausflug, als dieser anscheinend die fatale Entscheidung fällte, seine Schützlinge in das weit verzweigte Höhlensystem in der Provinz ChiangMai zu führen. Der Gruppe scheint der Rückweg abgeschnitten worden zu sein, als es stark zu regnen begann und die Kavernen voll liefen. Als ihre Söhne am Abend nicht nach Hause kamen, organisierten die Eltern Suchtrupps.Diese fanden ausserhalb der Höhle Fussballausrüstung, Velos und Rucksäcke. Retter, die das bis zu 8 Kilometer lange Tham-Luang-NangNon-Höhlensystem zu durchkämmen versuchen, wurden durch immer neue Regenfälle und Sturzfluten behindert. Im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar und Laos, herrscht derzeit Regenzeit. Deshalb wird von Juni bis November ausdrücklich vor dem Besuch der Grotten gewarnt wird. Schon in der Vergangenheit waren mehrfach Wanderer in den überfluteten Höhlen eingeschlossen und gerettet worden. Die Behörden gehen vor diesem Hintergrund davon aus, dass die Jungen noch am Leben sein und sich in die hintersten Winkel des Höhlensystems zurückgezogen haben könnten. Allerdings ist der Sauerstoffgehalt in der Höhlenluft sehr gering. Die draussen Wartenden wurden deshalb aufgefordert, das Abbrennen von Räucherstäbchen einzustellen, um die Luftqualität durch in die Höhle ziehen den Rauch nicht zu mindern. Anfang Woche hatten die Retter elektrische Leitungen tief in den Hauptschacht der Höhle gelegt und begonnen, Wasser abzupumpen. Suchtrupps der Polizei und der Armee erhielten gestern Unterstützung durch Kampftaucher der thailändischen Navy Seals. Sie erkunden derzeit vorher nicht zugängliche Kavernen, haben aber Schwierigkeiten, sich in der Höhle zu orientieren. Sollten die Taucher die Vermissten finden, bestehe die Möglichkeit, den Jungen die Grundlagen des Tauchens mit Sauerstoffflaschen beizubringen, um sie durch die steigenden Fluten zu evakuieren. Die thailändische Nation nimmt grossen Anteil an dem Schicksal der Knaben. König Maha Vajiralongkorn hat seine Wünsche für ein glückliches Ende des Dramas übermittelt.

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