Klimawandel als Wahlkampfthema in USA: Trump greift Biden verbal an

US-Präsident Donald Trump hat die von seinem Herausforderer, dem demokratischen Kandidaten Joe Biden, propagierte Umweltpolitik scharf kritisiert. Der von Biden angekündigte Kampf gegen den Klimawandel werde Amerikas Energieversorgung kaputtmachen und Jobs vernichten.

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US-Präsident Donald Trump hat Joe Biden für dessen Vorschläge zur Umweltpolitik am Dienstag (Ortszeit) an einer Medienkonferenz im Weissen Haus bemängelt.

US-Präsident Donald Trump hat Joe Biden für dessen Vorschläge zur Umweltpolitik am Dienstag (Ortszeit) an einer Medienkonferenz im Weissen Haus bemängelt.

KEYSTONE/AP/Evan Vucci
(sda/dpa)

So warnte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Garten des Weissen Hauses. Bidens Umweltpolitik werde «das Land zerstören» und die Wettbewerbsfähigkeit der USA untergraben, bemängelte Trump weiter. Biden wolle eine Rückkehr zum «unfairen, einseitigen» Pariser Klimaabkommen, sagte Trump. Seine Regierung hatte den Vertrag aufgekündigt.

Bedrohter Planet

Biden hatte den Wählern am Dienstag entschiedenes Handeln im Kampf gegen den Klimawandel versprochen. «Es gibt keine folgenschwerere Herausforderung, der wir uns im nächsten Jahrzehnt stellen müssen, als die hereinbrechende Klimakrise», sagte Biden bei einem Auftritt in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. «Wenn sie nicht eingedämmt wird, ist sie buchstäblich eine existenzielle Bedrohung für die Gesundheit unseres Planeten und für unser Überleben.»

Biden versprach, dass vier Millionen Gebäude im ganzen Land energetisch saniert werden sollen, was mindestens eine Million Arbeitsplätze schaffen würde. Weitere Jobs solle ein Ausbau der Elektromobilität bringen. Er wolle als Präsident «den Weg dafür ebnen, dass die USA bis spätestens 2050 ihre CO2-Emissionen auf netto Null drückten. Bis 2035 solle die Stromerzeugung frei von CO2-Emissionen sein, versprach er. Biden wird am 3. November gegen Trump antreten, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht.