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Laut Aktivisten über 1300 Festnahmen bei Kundgebung in Moskau

Nach dem harten Durchgreifen der russischen Polizei bei einer Protestkundgebung in der Hauptstadt Moskau ist die Zahl der Festnahmen Aktivisten zufolge weiter gestiegen. Das Bürgerrechtsportal OWD-Info sprach in der Nacht auf Sonntag von mehr als 1300 Fällen.
Bei der Protestkundgebung vom Samstag in Moskau sind nach Angaben von Aktivisten über 1300 Menschen festgenommen worden. (Bild: KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN)

Bei der Protestkundgebung vom Samstag in Moskau sind nach Angaben von Aktivisten über 1300 Menschen festgenommen worden. (Bild: KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN)

(sda/apa/dpa)

Die Behörden hatten am Samstagabend mitgeteilt, 1074 Teilnehmer der Demonstration gegen den Ausschluss zahlreicher Oppositionspolitiker von der bevorstehenden Regionalwahl seien wegen «verschiedener Straftaten» in Polizeigewahrsam gekommen.

Bei der Kundgebung am Samstag wurden der Polizei zufolge insgesamt rund 3500 Teilnehmer gezählt. Die Proteste waren von den Behörden nicht genehmigt worden. Die Sicherheitskräfte hatten ein hartes Durchgreifen angekündigt. Laut Medienberichten kamen die meisten Festgenommenen in der Nacht auf Sonntag wieder auf freien Fuss.

Die Demonstranten wollen erreichen, dass unabhängige Kandidaten und Oppositionelle zur Wahl des neuen Moskauer Stadtparlaments in sechs Wochen zugelassen werden. Zahlreiche Politiker waren für die Wahlen nicht registriert worden. Sie hatten zwar genügend Unterstützungserklärungen gesammelt, viele wurden aber von der Wahlkommission als Fälschung eingestuft.

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