Lektion in erotischer Fesselkunst ruft Polizei auf den Plan

Ein Kursus in erotischer japanischer Fesselkunst hat in Deutschland die Polizei auf den Plan gerufen. Die Medienmeldung dazu überschrieben die Beamten in Anlehnung an ein bekanntes Erotik-Bestsellerbuch mit "50 Shades of Neustadt".

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Shibari ist eine erotische Fesseltechnik aus Japan. Nachahmungen können zu Polizeieinsätzen führen. (Themenbild) (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Shibari ist eine erotische Fesseltechnik aus Japan. Nachahmungen können zu Polizeieinsätzen führen. (Themenbild) (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda/afp)

Ein Kursus in erotischer japanischer Fesselkunst hat in Deutschland die Polizei auf den Plan gerufen. Die Medienmeldung dazu überschrieben die Beamten in Anlehnung an ein bekanntes Erotik-Bestsellerbuch mit "50 Shades of Neustadt".

Am Mittwochabend habe ein Zeuge durch ein Wohnungsfenster eine gefesselte nackte Frau sowie zwei Männer gesehen, teilten die Beamten in Neustadt an der Weinstrasse (Rheinland-Pfalz) mit. Der Mann habe eine sexuelle Misshandlung im Nachbarhaus vermutet und den Notruf gewählt.

Einsatzkräfte machten die Wohnung ausfindig und stellten die Bewohner zur Rede. Dabei stellte sich die vermeintliche Tat als freiwillige private Fortbildung heraus.

Der Mieter sei Lehrer in der Kunst des sogenannten Shibari-Bondage aus Japan und habe gerade ein Pärchen darin unterwiesen. "Auch mit der gefesselten Dame und ihrem Partner konnte gesprochen werden - beide waren wohlauf und guter Laune", betonten die Beamten.

Die Frau sei nicht misshandelt worden, die Fesselung sei mit ihrem Einverständnis erfolgt. "Die Einladung an die Beamten, doch zur dienstlichen Fortbildung ebenfalls an dem Kurs teilzunehmen, musste aber höflich abgelehnt werden", teilten die Polizei zu ihrem nicht alltäglichen Einsatz weiter mit.