Lettlands Regierung kommt weiter nicht persönlich zusammen

In Lettland wird die Regierung auch nach Aufhebung des Corona-Notstands weiter nicht persönlich zusammenkommen. Ministerpräsident Krisjanis Karins begründete dies am Mittwoch im lettischen Fernsehen damit, dass das Coronavirus noch nicht verschwunden sei.

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Lettland wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Dies beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Foto: Alexander Welscher/dpa - ACHTUNG: Verwendung nur im vollen Format

Lettland wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Dies beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Foto: Alexander Welscher/dpa - ACHTUNG: Verwendung nur im vollen Format

Keystone/dpa/Alexander Welscher
(sda/dpa)

Um die Funktionsfähigkeit der Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes sicherzustellen, werde das Kabinett daher bis auf weiteres nicht physisch zusammenkommen.

Lettlands Regierung ist seit Mitte März im Heimarbeit-Modus, nachdem sich ein Grossteil des Kabinetts in Selbstisolation begeben hatte. Grund dafür war die Ansteckung eines Abgeordneten des lettischen Parlaments mit dem Coronavirus, der Kontakt mit Regierungsvertretern gehabt hatte. Die Ministerriege setze auch nach der zweiwöchigen häuslichen Quarantäne ihre Arbeit ohne persönliche Treffen fort.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 1092 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 26 Todesfälle. Die Regierung hatte Mitte März frühzeitig den Notstand ausgerufen, der zum 10. Juni auslief. Einige der auferlegten Schutzmassnahmen bleiben aber bestehen - sie sind vom Parlament bereits auf neue Rechtsgrundlagen übertragen worden.