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Paris: Macron empfängt Staats- und Regierungschefs vor Weltkriegsgedenken

Am Pariser Triumphbogen haben die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg begonnen.
Vor dem Elysée-Palast, seinem Amtssitz in Paris, empfängt der französische Präsident Emmanuel Macron (links) seinen österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen und dessen Gattin. (Bild: KEYSTONE/APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER)

Vor dem Elysée-Palast, seinem Amtssitz in Paris, empfängt der französische Präsident Emmanuel Macron (links) seinen österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen und dessen Gattin. (Bild: KEYSTONE/APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER)

(sda/afp/dpa)

Der französische Präsident Emmanuel Macron traf am Sonntag bei strömendem Regen an der Seite von Vertretern aus rund 70 Staaten sowie internationalen Organisationen am Arc de Triomphe ein.

Auch US-Präsident Donald Trump fand sich dort ein. Er schüttelte Macron und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Hand, bevor er sich rechts von Merkel auf die Tribüne stellte. Neben Trump stand seine Gattin Melania. Beim Eintreffen des US-Konvois hatten zwei mutmassliche Femen-Aktivistinnen mit nackten Brüsten versucht, Trumps Ankunft zu stören. Sie wurden von Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen.

Erdogan, Merkel, Juncker, Trump

Unter den Gästen waren auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der kanadische Regierungschef Justin Trudeau. Als einer der letzten traf der russische Staatschef Wladimir Putin ein. Er schüttelte Macron, Merkel und Trump die Hand.

Am Triumphbogen begann Macron mit einer Rede, um anschliessend zu den Klängen von Ravels «Bolero» die Flamme am Grabmal des Unbekannten Soldaten symbolisch neu zu entzünden, um an die rund zehn Millionen Kriegstoten zu erinnern.

Zu Beginn der Zeremonie hatten ab 11 Uhr die Glocken der Kathedrale Notre Dame geläutet, wie auch die von Kirchen in ganz Frankreich - genau so wie am 11. November 1918, als damit der Waffenstillstand im ganzen Land verkündet wurde. Rund 10'000 Polizisten sichern die Gedenkfeierlichkeiten ab.

«Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts

Der Erste Weltkrieg gilt manchen Historikern als «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts. 40 Staaten waren beteiligt am bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte, insgesamt standen annähernd 70 Millionen Menschen unter Waffen. Fast 9 Millionen Soldaten und mehr als 6 Millionen Zivilisten starben.

Die Kaiserreiche Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland brachen ebenso zusammen wie das Osmanische Reich. Aus den Trümmern ging eine Vielzahl neuer Staaten vor allem in Mitteleuropa und auf dem Balkan hervor. Auch Machtzentren verschoben sich danach allmählich, etwa von Grossbritannien zu den USA.

Gedenkfeiern in der Schweiz

Auch in der Schweiz haben am Sonntag Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg stattgefunden. Die Botschaften von Belgien, Frankreich und Polen in der Schweiz führten gemeinsam eine Zeremonie durch, wie die französische Botschaft in Bern bestätigte. In der Dreifaltigkeitskirche in Bern wurde ein ökumenischer Gottesdienst organisiert. Anschliessend war eine Ehrung der Soldaten vorgesehen, die auf dem Bremgartenfriedhof begraben sind. In Anwesenheit des Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried und des stellvertretenden Armeechefs Aldo Schellenberg gedachten die drei Botschafter von Belgien, Frankreich und Polen in ihren Reden den zivilen und militärischen Opfern von Kriegen. Auch in anderen Schweizer Städten gab es Gedenkfeiern, so etwa in Genf, Siders VS und Neuenburg.

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