Mehr als zwei Millionen Russen nehmen rituelles Eisbad

Mit traditionellen Eisbädern haben sich in Russland mehr als zwei Millionen russisch-orthodoxe Gläubige symbolisch von ihren Sünden befreit.

Drucken
Teilen
Ins Eiswasser für den Glauben: Gläubiger ausserhalb von Moskau unter dem Eiskreuz beim frostigen Vergnügen. (Bild: KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV)
6 Bilder
Auch in Kiew liessen sich viele Gläubige das Bad im eisigen Wasser nicht nehmen. (Bild: KEYSTONE/AP/EFREM LUKATSKY)
Auch in Minsk in Weissrussland haben sich russisch-orthodoxe Gläubige mit traditionellen Eisbädern symbolisch von ihren Sünden befreit. (Bild: Keystone/EPA/TATYANA ZENKOVICH)
Viele Gläubige nehmen ein Eisbad zum russisch-orthodoxen Dreikönigstag in der Nähe von Moskau. (Bild: KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV)
Nichts für Warmduscher: Selfie nach dem Eisbad in einem Fluss in der Nähe von Minsk in Weissrussland. (Bild: KEYSTONE/EPA/TATYANA ZENKOVICH)
Bibbern für den Glauben: auch ein Begleiter des weissrussischen Innenministers nahm am Dreikönigstag der russisch-orthodoxen Kirche in der Nähe von Minsk ein Bad im Eiswasser. (Bild: KEYSTONE/EPA/TATYANA ZENKOVICH)

Ins Eiswasser für den Glauben: Gläubiger ausserhalb von Moskau unter dem Eiskreuz beim frostigen Vergnügen. (Bild: KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV)

(sda/dpa)

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beteiligten sich in der Nacht auf Samstag allein in Moskau mehr als 270 000 Menschen an der Zeremonie, wie die Agentur Ria Nowosti meldete.

Landesweit wurden 2,4 Millionen Menschen gezählt. Mit dem Bad im eiskalten Wasser erinnern die Menschen an die Taufe Jesu zum orthodoxen Dreikönigstag. Dazu werden in die Eisdecken von Flüssen oder Teichen Löcher geschlagen, dann tauchen die Gläubigen ein. Das von Geistlichen gesegnete Wasser soll die Menschen läutern.

In der Hauptstadt standen rund 60 derartige Badestellen zur Verfügung. Der Brauch werde immer beliebter, sagte ein Stadtvertreter. Viele nutzen die Gelegenheit als Mutprobe oder Freizeitspass. Weil es auch zu Notfällen mit teils tödlichem Ausgang kommt, waren im ganzen Land mehr als 40 000 Einsatzkräfte vor Ort. In diesem Jahr gab es nach offiziellen Angaben keine Zwischenfälle.