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Menschenrechtskommissarin besorgt über eine Welt fast ohne Dialog

Es fehlt an politischem Dialog, und viele Staaten schotten sich ab - das ist die Einschätzung der Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet.
Zu wenig politischer Dialog und die Unterdrückung freier Meinungsäusserung - dies und weiteres beklagt die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Zu wenig politischer Dialog und die Unterdrückung freier Meinungsäusserung - dies und weiteres beklagt die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda/dpa)

In Genf mahnte sie am Mittwoch, dass unnötige und exzessive Gewalt gegenüber politisch Andersdenkenden, die Festnahme von Menschen, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit nutzten, Spannungen nur noch verstärken würden.

In Hongkong, in Russland, in Kaschmir, in Honduras, in Simbabwe und natürlich im Jemen und in Syrien bestehe ein geradezu verzweifelter Bedarf an Dialog, meinte die Uno-Kommissarin anlässlich ihrer Bilanz nach einem Jahr im Amt. Viele Staaten würden Mahnungen der Vereinten Nationen als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten sehen. «Das ist eine weltweite Sorge und ein wachsender Trend.»

Bachelet erinnerte daran, dass der äusserst blutige Bürgerkrieg in Syrien in einem Umfeld seinen Ausgang nahm, in dem es keine sichere Ebene für einen Dialog zwischen den Parteien gegeben habe. Der Konflikt habe auch in jüngster Zeit viele Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert. In den vergangenen vier Monaten seien in der Region um Idlib fast 1100 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter 300 Kinder. Ausserdem seien 51 Hospitäler und andere Gesundheitseinrichtungen durch Angriffe beschädigt worden.

In einer eng verwobenen Welt hätten die Menschenrechtsverletzungen in einem Staat immer auch Auswirkungen auf andere Länder, warnte Bachelet. Wenn die frustrierenden Trends anhielten, bewege sich die Welt weg von globalen Lösungen hin zu globalen Problemen.

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