Mentale Probleme unter Kindern im Kriegsland Jemen weit verbreitet

Der jahrelange Bürgerkrieg im Jemen hat eine «verheerende Auswirkung» auf den mentalen Zustand von Kindern und Jugendlichen dort. Mehr als die Hälfte hat mit Traurigkeit und Depression zu kämpfen. 20 Prozent leben laut eigenen Angaben permanent in Angst und Trauer.

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Eine neue Studie belegt, dass ein Fünftel der Kinder im Kriegsgebiet Jemen traumatisiert und depressiv sind.

Eine neue Studie belegt, dass ein Fünftel der Kinder im Kriegsgebiet Jemen traumatisiert und depressiv sind.

Keystone/EPA/YAHYA ARHAB
(sda/afp)

Die Hilfsorganisation Save The Children befragte 629 Teenager im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Auch hunderte Eltern wurden befragt. Es handelt sich nach Angaben der Organisation um die grösste Studie dieser Art seit Ausbruch des jemenitischen Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren.

Im Jemen wird die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi von schiitischen Huthi-Rebellen bekämpft. Die Regierungstruppen werden von einer internationalen Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien unterstützt, hinter den Huthi-Rebellen steht der Iran. In dem Konflikt wurden bereits zehntausende Menschen getötet.

Nach Angaben von Save the Children wurden rund zwei Millionen Kinder durch den Konflikt aus ihren Häusern und Schulen vertrieben. Mehr als 7500 Minderjährige seien durch die Kämpfe getötet worden oder hätten körperliche Behinderungen davongetragen, berichtete die Orgnisation am Dienstag. 2,1 Millionen Kinder in Jemen im Alter unter fünf Jahren sind den Angaben zufolge hochgradig unterernährt.