Milliardenschäden in Norditalien nach Unwetter befürchtet

Die jüngsten heftigen Unwetter haben in Italien vermutlich Milliardenschäden angerichtet. Nach Rekordregen und Sturm waren am Wochenende im Nordwesten des Landes und in Frankreich Strassen und Brücken zerstört worden. Orte wurden überschwemmt, mehrere Menschen starben.

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ARCHIV - Passanten gehen bei Regen über den Markusplatz. Ein Unwetter mit Regen und Sturm hat im Norden des Landes heftige Schäden angerichtet und nach Medienberichten mindestens einen Menschen getötet. Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

ARCHIV - Passanten gehen bei Regen über den Markusplatz. Ein Unwetter mit Regen und Sturm hat im Norden des Landes heftige Schäden angerichtet und nach Medienberichten mindestens einen Menschen getötet. Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Keystone/LaPresse via ZUMA Press/Claudio Furlan
(sda/dpa)

Allein für die besonders hart getroffene Region Piemont schätzte der Regionalpräsident Alberto Cirio die Schadenshöhe am Dienstag auf rund eine Milliarde Euro. Ausserdem hatte die Unwetterfront auch im Aostatal und in Ligurien gewütet.

Die Aufräumarbeiten gingen weiter. In der Küstenzone von Ligurien, wo in den vergangenen Tagen mehrere Leichen angespült worden waren, wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur Ansa ein achter Körper am Strand entdeckt. Eine der Leichen sei inzwischen identifiziert worden. Es handele sich um einen Mann aus Airole. Er dürfte mit seinem Auto in den Fluss Roya gestürzt und ins Meer geschwemmt worden sein.

Die Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt Imperia nahm Ermittlungen zu den Funden auf. Eine Hypothese sei, dass einige der Überreste aktuelle Unwetteropfer seien. Bei anderen könnte es sich um ältere Friedhofsleichen handeln, die von einem Hochwasser im Oktober 2019 in Frankreich weggespült wurden, hiess es bei Ansa. Damals seien dort zwei Friedhöfe im Roya-Tal verwüstet worden.