Ministerpräsident: Italiener dürfen auf Ferien am Strand hoffen

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat seinen Landsleuten in der Corona-Krise Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Strand gemacht. Ob Touristen aus dem Ausland kommen dürfen, sagte er nicht.

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Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte macht seinen Landsleuten Hoffnung.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte macht seinen Landsleuten Hoffnung.

KEYSTONE/EPA/MATTEO BAZZI
(sda/dpa)

«Diesen Sommer werden wir nicht auf dem Balkon verbringen, und die Schönheit Italiens wird nicht in Quarantäne bleiben. Wir können ans Meer fahren, in die Berge, unsere Städte geniessen», sagte Conte der Zeitung «Corriere della Sera» (Sonntag). Derzeit dürfen die Italiener nur aus triftigen Gründen von einer Region in die andere fahren.

Es sei noch nicht klar, wann genau die Menschen wieder reisen könnten, sagte Conte. «Wir warten auf die Entwicklung des epidemiologischen Rahmens, um genaue Angaben zu Daten und Planung zu machen.» Die Zahl der Neuansteckungen in Italien geht seit längerem zurück.

Die meisten Strände sind derzeit gesperrt. Mancherorts setzen sich Leute über das Verbot hinweg. In Sizilien zum Beispiel sorgten Bilder von vollen Stränden und Menschen im Meer für Aufsehen. Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando sprach von verantwortungslosem Verhalten. «Wir dürfen das Leben nicht riskieren in einer so heiklen Phase», erklärte er auf Facebook. Sizilien ist wie andere Regionen im Süden nicht stark von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffen.