Morgensport senkt das Krebsrisiko

Wenn die biologische Uhr gestört ist, kann dies das Krebsrisiko erhöhen. Forschende aus Österreich und Spanien haben nun herausgefunden, dass sich dieses Risiko mit Bewegung deutlich senken lässt. Nur muss man sich dazu in der Früh aufraffen.

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Joggen ist gesund und schützt vor Krankheiten. Besonders Morgensport soll das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen gemäss einer neuen Studie senken.

Joggen ist gesund und schützt vor Krankheiten. Besonders Morgensport soll das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen gemäss einer neuen Studie senken.

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
(sda/apa)

Es gibt bereits Untersuchungen, die zeigten, dass regelmässige moderate körperliche Aktivität das Krebsrisiko erheblich senken kann. Bis dato war es jedoch unklar, ob dabei die Tageszeit, zu der man Sport betreibt, eine Rolle spielt.

Das untersuchte ein Team um Erstautor Jakob Weitzer von der Abteilung für Epidemiologie an der Medizinischen Universität Wien nun in einer Studie, in die Daten von 2795 Teilnehmern einflossen.

Morgensport besonders gut für Abendmenschen

Demnach ist der schützende Effekt von Sport auf das Risiko, an Prostata- und Brustkrebs zu erkranken, möglicherweise dann am stärksten ist, wenn die körperliche Betätigung morgens von 8.00 bis 10.00 Uhr stattfindet. Bei Männern war dieser Effekt allerdings auch bei regelmässiger sportlicher Betätigung am Abend (19.00 bis 23.00 Uhr) ähnlich stark.

Der Chronotyp der Probanden - also ob sie eher Morgen- oder Abendmenschen sind - beeinflusste die Ergebnisse ebenfalls. Morgensport schien besonders gut für Teilnehmer zu sein, die prinzipiell lieber am Abend aktiv sind, wie die Forschenden im Fachmagazin «International Journal of Cancer» berichten.

https://doi.org/10.1002/ijc.33310