Nach den USA setzt auch China neue Strafzölle aus

Nach den USA hat auch China die angedrohte Zollrunde gestoppt. Die für diesen Sonntag geplanten Zölle auf einige US-Güter würden ausgesetzt, teilte das chinesische Finanzministerium am Sonntag mit.

Hören
Drucken
Teilen
China unter der Führung von Staatschef Xi Jinping hat am Sonntag mit den USA gleichgezogen und die angedrohte Erhöhung von Strafzöllen vorerst ausgesetzt.

China unter der Führung von Staatschef Xi Jinping hat am Sonntag mit den USA gleichgezogen und die angedrohte Erhöhung von Strafzöllen vorerst ausgesetzt.

KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH
(sda/reu/dpa)

China hoffe, gleichberechtigt und in gegenseitigem Respekt mit den USA zusammenzuarbeiten, um die Bedenken beider Seiten auszuräumen, hiess es in der Mitteilung, die über Online-Seiten der Behörden sowie in staatlichen Medien veröffentlicht wurde. Man wolle die Handelsbeziehungen der beiden Länder festigen. Die USA hatten bereits am Samstag erklärt, die neue Zollrunde auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Zuvor hatten sich die USA und China in ihrem seit rund anderthalb Jahren schwelenden Handelskonflikt auf ein erstes Teilabkommen geeinigt. China sagte demnach unter anderem den Kauf zusätzlicher US-Agrarprodukte zu, die USA die Senkung einiger Zölle sowie den Stopp der für Sonntag geplanten Zusatzzölle.

Nun soll rasch eine zweite Verhandlungsphase folgen. In dem Handelskonflikt überziehen sich die USA und China mit milliardenschweren Abgaben, was nicht nur die Wirtschaft beider Seiten belastet, sondern auch der Weltkonjunktur zusetzt.

Am Sonntag hätten die USA nach ursprünglichen Plänen zusätzliche Strafabgaben von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt. Damit wären - nach diversen vorherigen Zollrunden - auf fast alle Importe aus China, also Waren im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr, zusätzliche Zölle erhoben werden. Zu dieser Eskalation kommt es nun aber nicht.