Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Erdbeben auf Sulawesi: Regierung fordert Abzug ausländischer Helfer

Auf der indonesischen Insel Sulawesi hat erneut die Erde gebebt. Dieses Mal gibt es keine Opfer. Aber die Zahl der Toten nach den Erdstössen von Ende September ist auf mittlerweile über 2000 gestiegen.
Bisher über 2000 Tote geborgen: Anwohnerin im zerstörten Palu auf Sulawesi. (Bild: KEYSTONE/AP/AARON FAVILA)

Bisher über 2000 Tote geborgen: Anwohnerin im zerstörten Palu auf Sulawesi. (Bild: KEYSTONE/AP/AARON FAVILA)

(sda/dpa)

Die indonesische Insel kommt weiter nicht zur Ruhe: Ein neues Beben mit der Stärke 5,2 versetzte am Dienstagmorgen die Bewohner in Angst und Schrecken. Das Erdbeben habe zwar Panik ausgelöst, aber keine neuen Schäden verursacht, sagte Behördensprecher Sutopo Nugroho. "Das Beben war etwa fünf Sekunden lang deutlich zu spüren."

Das Zentrum des neuen Bebens wurde von der nationalen Erdbebenwarte nordöstlich von Sulawesi in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern registriert. Eine Tsunami-Warnung blieb aus. Im schwer zerstörten Palu liefen die verängstigten Menschen am frühen Morgen auf die Strasse. "Jeder ist noch vom letzten Beben traumatisiert", sagte ein Einwohner. Im Messaging-Dienst WhatsApp kursierten Warnungen vor weiteren Beben, wie ein anderer Bewohner sagte.

Mehr als 5000 Vermisste

Bis Dienstag bargen die örtlichen Behörden rund 2000 Leichen, wie die Agentur für Katastrophenschutz mitteilte. Der Verbleib von mehr als 5000 Menschen in der Region ist nach Schätzungen der Katastrophenschutzbehörde noch ungeklärt. Ganze Strassenzüge und Dörfer versanken in der Erde.

Das Beben der Stärke 7,4 und der darauf folgende Tsunami hatten am 28. September die Küstenstadt Palu und eine Reihe von Dörfern in der Region verwüstet. Allein in Palu starben 1539 Menschen, wie Nugroho sagte. Die meisten dieser Opfer seien durch den Tsunami umgekommen.

In der Krisenregion stellt man sich derweil auf ein Ende der Suche ein. Die Katastrophenschutzbehörde plante, ihre Sucharbeiten am Donnerstag einzustellen. Das weitere Vorgehen solle aber noch mit den Lokalregierungen abgeklärt werden, betonte Behördenchef Willem Rampangilei. Geschäfte, Schulen und Behörden im Bebengebiet öffnen wieder.

Nach dem Willen der Regionalregierung von Sulawesi sollen die verschütteten Dörfer zu Gedenkstätten werden und nicht wiederaufgebaut werden, wie Ridwan Mumu vom Amt für Sozialwesen sagte. "Es gab Vorschläge, dass es dort keine Siedlungen mehr geben soll." Zudem solle man mit Blick auf die Seuchengefahr die Suche nicht zu lange fortsetzen.

Regierung fordert Abzug ausländischer Helfer

Die indonesische Regierung will ausländische Hilfe nun einschränken: Die Agentur für Katastrophenschutz drängte ausländische Hilfsgruppen dazu, "ihr Personal sofort abzurufen".

Laut dem Aussenministerium soll dadurch die Koordinierung geregelt werden. "Wenn wir diese Massnahme nicht ergreifen, kommen wir in die Situation, dass ausländische Helfer mit guten Absichten die Rettungs- und Bergungsarbeiten des nationalen Teams behindern", sagte ein Sprecher des Aussenministeriums, Arrmanatha Nasir.

Laut einem Bericht des Senders Sky Television sitzt ein 27-köpfiges Hilfsteam aus Südafrika seit drei Tagen in einem Hotelkomplex in Palu fest. Die Spezialisten für Rettung, Bergung und medizinische Hilfe seien angewiesen worden, das Hotelgelände nicht zu verlassen.

"Es ist sehr schwierig, einem internationalen Team, das grosse Kosten auf sich genommen und viel Fracht transportiert hat, zu sagen, dass es zurückgerufen wird", sagte Teamleiter Ahmed Bham. "Das ergibt überhaupt keinen Sinn."

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.