Neue Kämpfe im Konflikt um Südkaukasusregion Berg-Karabach

Zwischen den beiden verfeindeten Ländern Armenien und Aserbaidschan ist es am vierten Tag in Folge zu schwerem Beschuss im Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gekommen.

Drucken
Teilen
HANDOUT - Das Foto, das vom armenischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen Soldaten der armenischen Armee beim Abfeuern einer Kanone. Foto: -/Armenian Defense Ministry/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits.

HANDOUT - Das Foto, das vom armenischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen Soldaten der armenischen Armee beim Abfeuern einer Kanone. Foto: -/Armenian Defense Ministry/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits.

Keystone/Armenian Defense Ministry/AP/-
(sda/dpa)

Am Mittwochmorgen habe es Artilleriefeuer an der gesamten Demarkationslinie in Berg-Karabach gegeben, teilte eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministerium in Eriwan mit. Das Militär in Aserbaidschan behauptete hingegen, dass die Stadt Terter auf eigenem Staatsgebiet von den Armeniern angegriffen worden sei. Viele Menschen seien verletzt und Gebäude zerstört worden.

Es sind die schwersten Kämpfe seit Jahrzehnten zwischen den beiden früheren Sowjetrepubliken im Südkaukasus. Offiziell wurden auf armenischer Seite deutlich mehr als Hundert Menschen getötet. Auch in Aserbaidschan sprach das Militär von vielen Toten. Beide Seiten behaupten, Hunderte Soldaten des jeweiligen Gegners getötet zu haben.

Baku sprach am Mittwoch von insgesamt 2300 armenischen Toten und Verletzten seit Sonntag. Zudem soll ein Raketenabwehrsystem vom Typ S-300 zerstört worden sein. Das dementierte Eriwan umgehend. Eine unabhängige Einschätzung zu den Todeszahlen gab es zunächst nicht.

Die Kämpfe in der Region dauern seit Sonntag an. Die verfeindeten Nachbarländer haben den Kriegszustand verhängt. Die internationale Gemeinschaft fordert ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zum Verhandlungstisch für eine friedliche Lösung. Russland, Armeniens Schutzmacht, will zwischen den Konfliktparteien vermitteln. Die Türkei hat sich hingegen mit deutlichen Worten hinter ihren Verbündeten Aserbaidschan gestellt.