Frankreich

«Neue Waffe» - Frankreich beginnt mit Impfungen gegen Coronavirus

Das stark von der Covid-19-Pandemie betroffene Frankreich hat seine Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Eine 78-jährige Frau habe in einer Klinik in Sevran nördlich von Paris die erste Spritze bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

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Die 78-jährige Mauricette wird im René-Muret Krankenhaus als erste Frau in Frankreich gegen Corona geimpft. Das stark von der Covid-19-Pandemie betroffene Frankreich hat seine Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Foto: Thomas Samson/AFP POOL/AP/dpa

Die 78-jährige Mauricette wird im René-Muret Krankenhaus als erste Frau in Frankreich gegen Corona geimpft. Das stark von der Covid-19-Pandemie betroffene Frankreich hat seine Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Foto: Thomas Samson/AFP POOL/AP/dpa

Keystone/AFP POOL/AP/Thomas Samson
(sda/dpa)

«Wir habe eine neue Waffe gegen das Virus: den Impfstoff», teilte Staatschef Emmanuel Macron via Twitter mit. Eine Impfung sei nicht verpflichtend. «Vertrauen wir unseren Forschern und Ärzten», schrieb der 43-Jährige.

Seit Ausbruch der Pandemie starben nach Behördenangaben in dem Land mit rund 67 Millionen Bürgern über 62 500 infizierte Menschen. Auch Macron steckte sich an und musste sich Mitte des Monats eine Woche lang isolieren. Im Land wurde zudem ein Fall der in Grossbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus nachgewiesen Sie ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Die Mitte-Regierung hatte angekündigt, dass zunächst ältere Menschen sowie Ärzte und Pfleger geimpft werden. Wie Gesundheitsminister Olivier Véran der Sonntagszeitung «Journal de Dimanche» sagte, sind Impfungen für alle Bürger dann im Frühjahr oder Sommer 2021 geplant.

Das Virus zirkuliere immer noch zu viel, sagte der Minister dem Blatt. Es gebe im Schnitt rund 15 000 Neuinfektionen pro Tag. Auf die Frage zu einem möglichen dritten Lockdown im Land sagte er: «Wir schliessen niemals Massnahmen aus, die zum Schutz der Bevölkerung nötig sein könnten.» Beschlossen sei aber bisher nichts, man beobachte die Lage.