Neun Festnahmen nach verheerendem Erdbeben in Albanien

In Albanien sind nach dem schweren Erdbeben im November mit 51 Toten mehrere Behördenmitarbeiter, Ingenieure und Bauunternehmer ins Visier der Justiz geraten. Es werde gegen 17 Verdächtige ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit.

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Nach einem starken Erdbeben in Albanien sind zahlreiche Personen wegen möglicher Umgehung von Bauvorschriften festgenommen worden. (Archivbild vom November 2019)

Nach einem starken Erdbeben in Albanien sind zahlreiche Personen wegen möglicher Umgehung von Bauvorschriften festgenommen worden. (Archivbild vom November 2019)

KEYSTONE/EPA/ERMAL META
(sda/afp)

Neun von ihnen seien festgenommen worden, hiess es weiter. Nach acht weiteren Personen werde noch gefahndet. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Bauvorschriften missachtet zu haben.

Nach Angaben der Polizei in der Küstenstadt Durrës waren die Verstösse der Grund für den Einsturz mehrerer Gebäude während des Erdbebens am 26. November. 23 Menschen seien dabei ums Leben gekommen.

Das Beben der Stärke 6,4 war das schlimmste seit Jahrzehnten in dem armen Balkanstaat. Durrës und der nördlich der Hauptstadt Tirana gelegene Ort Thumane waren am schwersten betroffen.