Italien

«Open-Arms»-Rettungsschiff verlässt Quarantäne - neue Fahrt aufs Meer

Nach gut zwei Wochen in Corona-Quarantäne in Italien haben die Retter der Hilfsorganisation Open Arms den Hafen auf Sizilien verlassen und wollen wieder in See stechen.

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ARCHIV - Flüchtlinge die auf einem Schlauchboot im Mittelmeer treiben, freuen sich über die Ankunft eines Schiffes der spanischen Nichtregierungsorganisation «Pro Activa Open Arms». Foto: Javier Fergo/AP/dpa

ARCHIV - Flüchtlinge die auf einem Schlauchboot im Mittelmeer treiben, freuen sich über die Ankunft eines Schiffes der spanischen Nichtregierungsorganisation «Pro Activa Open Arms». Foto: Javier Fergo/AP/dpa

Keystone/AP/Javier Fergo
(sda/dpa)

«Die Quarantäne ist vorbei, wir verlassen den Hafen von Trapani in Richtung Barcelona», schrieb Open Arms am Sonntag auf Twitter. Die Crew werde ausgetauscht, dann gehe es zurück auf See.

Das Schiff hatte Mitte November die italienische Küste mit mehr als 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord erreicht. Die Migranten wurden auf ein Quarantäne-Schiff vor der Westküste Siziliens gebracht. Sie waren bei drei Rettungsaktionen aufgenommen worden. Höhepunkt war damals die Bergung von mehr als 110 Migranten vor Libyen gewesen.

Viele Menschen wagen weiterhin in kleinen Booten die gefährliche Überfahrt von den nordafrikanischen Ländern Tunesien und Libyen nach Europa. Insgesamt kamen in Italien nach offiziellen Zahlen 2020 bisher knapp 32 550 Migranten an. 2019 waren es im gleichen Zeitraum fast 11 000 Menschen gewesen.