Österreichs Kanzler will strengere Corona-Kontrollen an den Grenzen

Nach dem Anstieg der Coronazahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne. «Hier muss strenger kontrolliert werden», sagte Kurz der Zeitung «Österreich» (Samstag).

Drucken
Teilen
Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich, spricht während einer Pressekonferenz vor Beginn eines Ministerrats im Bundeskanzleramt. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich, spricht während einer Pressekonferenz vor Beginn eines Ministerrats im Bundeskanzleramt. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Keystone/APA/Georg Hochmuth
(sda/dpa)

Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden.

Risikogebiete sind unter anderem das spanische Festland, die Länder des Westbalkans, aber auch Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland. Ab Montag müssten auch Rückkehrer aus Kroatien einen negativen Coronatest vorweisen, sagte Kurz. «Es gibt eine massive Einschleppung des Virus aus Kroatien.»

Ein Anstieg der Coronazahlen sei nach den Ferienwochen nicht überraschend, sagte Kurz. Dennoch sei er beunruhigt. «Die aktuellen Zahlen sind besorgniserregend», sagte er. «Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, ohne dass wir einen zweiten Lockdown durchführen.»