Raumfrachter «Cygnus» liefert neue Experimente auf der ISS ab

Nach zweitägigem Flug hat der Frachter «Cygnus» die Internationale Raumstation ISS erreicht. Der deutsche ISS-Kommandant Alexander Gerst und die US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor koppelten die unbemannte Kapsel am Montag mithilfe eines Roboterarms an.

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Start der «Cygnus» am Samstag von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia. (Bild: Keystone/AP NASA/JOEL KOWSKY)

Start der «Cygnus» am Samstag von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia. (Bild: Keystone/AP NASA/JOEL KOWSKY)

(sda/dpa)

Wie die US-Raumfahrtagentur Nasa mitteilte, befanden sich an Bord 3500 Kilogramm Nachschub, darunter Material für mehrere neue und laufende Experimente.

Die Ladung enthielt unter anderem einen 3D-Drucker, der Abfall recyceln kann. Das Gerät soll es ermöglichen, Werkzeuge und Ersatzteile auf der ISS herzustellen und später wieder zu entsorgen. Dadurch will die Nasa die Zahl teurer Versorgungsflüge von der Erde zur Station verringern. Zudem lieferte «Cygnus» einen Versuch an, mit dem Proteine analysiert werden sollen, die eine Rolle bei der Parkinson-Krankheit spielen.

Ein anderes Experiment, konzipiert von Studenten der Universität Frankfurt, soll die Bedingungen simulieren, die herrschten, als sich im Universum die ersten Sonnensysteme bildeten. Dafür ist geplant, in einer Glaskammer Staubpartikel mit Blitzen zu beschiessen, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilte. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten und Monden.

«Cygnus» war am Samstag von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia mit einer Antares-Rakete gestartet. Der Abflug war zuvor mehrmals wegen schlechten Wetters verschoben worden.