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Rebellen-Delegation reist nicht an: Jemen-Gespräche gescheitert

Die Genfer Gespräche über das arabische Bürgerkriegsland Jemen sind gescheitert, weil die Delegation der Huthi-Rebellen nicht anreisen konnte. «Wir haben es nicht geschafft, die Delegation aus Sanaa hier her zu bekommen», sagte Uno-Vermittler Martin Griffiths in Genf.
Die ersten Jemen-Gespräche seit zwei Jahren sind gescheitert, bevor sie überhaupt beginnen konnten: Uno-Vermittler Martin Griffiths verlässt das Podium nach einer Pressekonferenz in Genf. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Die ersten Jemen-Gespräche seit zwei Jahren sind gescheitert, bevor sie überhaupt beginnen konnten: Uno-Vermittler Martin Griffiths verlässt das Podium nach einer Pressekonferenz in Genf. (Bild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

(sda/dpa)

Griffiths betonte, dass die Huthi-Rebellen den Willen hatten, in die Schweiz zu reisen, dies aber nicht konnten. Es handle sich um einen «fragilen Moment» für das Bürgerkriegsland. Er werde in den nächsten Tagen auch nach Sanaa fliegen, um die Huthis zu treffen.

Die Aufständischen hatten in den Tagen zuvor ein bereitgestelltes Flugzeug der Vereinten Nationen abgelehnt und eine andere Maschine verlangt, die nicht durchsucht werden dürfe. Die Aufständischen hatten das damit begründet, dass die Vereinten Nationen bei früheren Gesprächen in Genf den sicheren Transport nicht hatten garantieren können. Griffiths dazu: «Wir haben keine ausreichenden Bedingungen geschaffen, um sie hierher zu bringen.»

Im Jemen kämpft die international anerkannte Regierung des Landes gegen die Rebellen, die weite Teile des Nordens und auch Sanaa beherrschen. Ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis bombardiert Stellungen der Huthis aus der Luft.

Für die Uno spielt sich im Jemen «die schlimmste humanitäre Krise der Welt» ab. 22 Millionen Menschen - drei Viertel der Bevölkerung - sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, sieben Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.

Weitere Eskalation befürchtet

Die gescheiterten Gespräche dürften einen politischen Prozess im blockierten Jemen-Konflikt noch schwieriger machen. Die Uno hatten gehofft, in Genf Massnahmen zur Bekämpfung der humanitären Not zu vereinbaren.

Auch wollte Griffiths eine folgenschwere Offensive auf die Hafenstadt Hudaida verhindern, über die etwa 70 Prozent der Versorgung für die Huthi-Gebiete läuft. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition will Hudaida angreifen und erobern, was ein möglicherweise entscheidender Schlag gegen die Rebellen sein könnte - und ein Desaster für die Zivilbevölkerung.

Seit Donnerstag konnte Griffiths in Genf nur mit der Delegation der Regierung sprechen. Der jemenitische Aussenminister Chaled al-Jamani zeigte sich verärgert über die Rebellen, aber auch über den Uno-Diplomaten: «Leider hat der Vermittler mit seiner Stellungnahme versucht, der Seite des Umsturzes (den Rebellen) zu gefallen, während er uns gegenüber Unzufriedenheit mit deren ungerechtfertigtem Verhalten ausdrückte.» Es sei nicht das erste Mal, dass die Huthis Friedensgespräche sabotierten.

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