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Rettungsaktion in Thailand-Höhle vorerst unterbrochen

Nach der Bergung der ersten vier Jungen aus der thailändischen Tham-Luang-Höhle sind die Rettungsarbeiten vorerst unterbrochen, wie Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn sagte. Die Buben mussten einen äusserst riskanten Weg durch schlammiges Wasser tauchen.
Ulrike Putz, Singapur/sda
Ein Rettungshelikopter bringt die ersten geretteten Jungen aus der thailändischen Tham-Luang-Höhle ins nächstgelegene Spital. (Bild: KEYSTONE/EPA/RUNGROJ YONGRIT)

Ein Rettungshelikopter bringt die ersten geretteten Jungen aus der thailändischen Tham-Luang-Höhle ins nächstgelegene Spital. (Bild: KEYSTONE/EPA/RUNGROJ YONGRIT)

Erster Erfolg für die dramatische Rettungsaktion in Thailand: Nach der Bergung der ersten Jungen aus der thailändischen Tham-­Luang-Höhle sind die Rettungsarbeiten vorerst unterbrochen worden, wie Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn sagte. Vier aus der Höhle in Thailand gerettete Teenager sind nach Angaben des Chefs der Rettungsmission in ärztlicher Behandlung, sagte Osottanakorn am Sonntagabend (Ortszeit) vor Medien.

Den ganzen Tag über hatte in der Region um die Tham-Luang-Höhlen ein Norden Thailands nervöse Anspannung geherrscht. Bereits am frühen Morgen waren alles nicht relevante Personal und die mehr als 1000 versammelten Journalisten aus aller Welt aufgefordert worden, die vor dem Höhleneingang entstandene Zeltstadt zu räumen. Dafür fuhr eine Flotte von Krankenwagen vor, welche die Jungen und ihren Trainer zu den unweit der Höhle wartenden 13 Rettungshubschrauber bringen sollte. Geplant war, alle Evakuierten in das 50 Kilometer entfernte Chiang-Rai-Prachanukroh-Krankenhaus zu fliegen. Dort bangten auch die Familien der Buben auf deren Ankunft.

Einheimische beten für den Erfolg der Mission

Am Eingang der Höhle wartete ein Team von bis zu 35 Ärzten, um die Erstversorgung der Befreiten zu garantieren. In vielen der örtlichen Tempeln und vor Schreinen am Strassenrand beteten Einheimische für den Erfolg der gefährlichen Mission. Gerüchten nach sollten die schwächsten Mitglieder der Gruppe zuerst evakuiert werden. Ihr Trainer Akekapol Chantawong, der die Buben am 23. Juni in die Höhle geführt und so in tödliche Gefahr gebracht hatte, sollte bis zum Schluss unter Tage bleiben.

Der beschwerliche Weg ins Freie führte tauchend durch teils nur 70 Zentimeter hohe, komplett mit schlammigem Wasser geflutete Gänge. Der Plan war, jedem Kind mindestens einen Rettungstaucher zur Seite zu Stellen, der es durch das dunkle Labyrinth führen sollte. Nachdem es gelungen war, den Wasserpegel in dem Höhlensystem mit der Hilfe von 20 potenten Pumpen um 30 Zentimeter abzusenken, wurde erwartet, dass die Geretteten die letzten 1,5 Kilometer bis zum Höhleneingang zu Fuss zurücklegen könnten.

Die Retter hatten sich am Sonntag zum Beginn der Evakuierung entschlossen, nachdem heftige Regengüsse die Ankunft des Nordostmonsuns in der Region Chiang Rai markierten. Um 10 Uhr morgens waren 13 ausländische Rettungstaucher sowie 5 thailändische Navy Seals aufgebrochen, um die Buben und ihren Coach nach über zwei Wochen unter Tage ins Freie zu geleiten.

Der Gesundheitszustand und die Tauchkenntnisse der Jungen und ihres Trainers waren zwar nicht ideal. Die Rettungsteams hatten jedoch entschieden, dass der einsetzende Regen es nicht erlaube, den Rettungsversuch weiter zu verschieben. Es stand zu befürchten, dass die Kavernen voller Wasser laufen könnten und den Rettungstauchern der Weg zu der etwa 3,2 Kilometer im Berg gefangenen Gruppe abgeschnitten werden könnte. Auch hatte der Sauerstoffgehalt in der Höhle über die letzten Tage dramatisch abgenommen, was den Zeitdruck auf die Retter zusätzlich erhöhte.

Buben trugen laut Gouverneur Atemmasken

Die Rettungsaktion der übrigen acht Buben und ihres Trainers wird laut Gouverneur 10 bis 20 Stunden später fortgesetzt, also frühestens gegen 2 Uhr am Montagmorgen mitteleuropäischer Zeit. Die Taucher müssten zunächst die Atemluftvorräte auffrischen, die in der ersten Phase der Aktion aufgebraucht worden seien. Alle Buben hätten Atemmasken getragen und seien von den Tauchern durch die Tunnel geleitet worden. «Ich bin froh, dass wir unsere Mission erfolgreich für die ersten vier abgeschlossen haben», so der Gouverneur.

Die Rettungsaktion ist äusserst gefährlich: Ein Taucher kam am Freitag bereits ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um von der Gruppe zum Ausgang zu gelangen.

Das Drama um die jungen Fussballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihren Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe mehrere Kilometer tief in der Höhle einschlossen. Die Jungen sassen daraufhin an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

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