Rom will Ein- und Ausreiseverbot für Lombardei verhängen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie will die italienische Regierung durchgreifen. So soll in der Lombardei ein Ein- und Ausreiseverbot verhängt werden, wie aus dem Entwurf einer Regierungsverordnung hervorgeht, die das Kabinett am Samstagabend beschliessen wollte.

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Nur noch mit Schutzmaske: Touristen vor dem Mailänder Dom. Die Hauptstadt der Lombardei ist eines der Epizentren der Coronavirus-Epidemie in Italien.

Nur noch mit Schutzmaske: Touristen vor dem Mailänder Dom. Die Hauptstadt der Lombardei ist eines der Epizentren der Coronavirus-Epidemie in Italien.

KEYSTONE/AP/Claudio Furlan
(sda/apa)

Die bis zum 3. April geltende Massnahme betrifft laut Informationen von Medien auch 11 Provinzen in den norditalienischen Regionen Piemonte, Veneto, Emilia Romagna und Marche, in denen viele Infektionsfälle gemeldet wurden. Betroffen sind die Provinzen Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia, Rimini, Pesaro e Urbino, Venedig, Padua, Treviso, Asti und Alessandria.

Nur mit Sondergenehmigungen wird man diese Provinzen betreten oder verlassen dürfen. Mitarbeiter aus dem Gesundheitssystem dürfen keinen Urlaub nehmen, wie aus dem Entwurf hervorgeht.

Geschlossen werden in der Lombardei und den 11 Provinzen Sportzentren, Museen, Kinos, Kulturzentren, Theater und Skipisten. Einkaufszentren sollen lediglich von Montag bis Freitag offen sein. Ausgesetzt werden zivile und religiöse Zeremonien. Die Massnahme gilt auch für Trauerzeremonien. Cafés und Restaurants bleiben offen, doch die Inhaber müssen dafür sorgen, dass die Kunden eine Distanz von mindestens einem Meter zueinander bewahren.

Nachdem in Italien 233 Personen am Coronavirus gestorben sind und sich 5883 Menschen infiziert haben, befürchtet die Lombardei den Zusammenbruch ihres Gesundheitssystems. Der Gesundheitsbeauftragte der gleichnamigen Region, Giulio Allera, appellierte an die Bevölkerung, die sozialen Kontakten so stark wie möglich einzugrenzen.