Russland bespricht brüchige Waffenruhe mit Konfliktparteien

Russland hat nach neuen Kämpfen die beiden verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan an die strikte Einhaltung der ausgehandelten Waffenruhe für die Unruheregion Berg-Karabach erinnert.

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Eine Frau sitzt nach einem Beschuss der armenischen Artillerie inmitten der Trümmer ihres Hauses. Russland hat nach neuen Kämpfen die beiden verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan an die strikte Einhaltung der ausgehandelten Waffenruhe für die Unruheregion Berg-Karabach erinnert. Foto: Aziz Karimov/AP/dpa

Eine Frau sitzt nach einem Beschuss der armenischen Artillerie inmitten der Trümmer ihres Hauses. Russland hat nach neuen Kämpfen die beiden verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan an die strikte Einhaltung der ausgehandelten Waffenruhe für die Unruheregion Berg-Karabach erinnert. Foto: Aziz Karimov/AP/dpa

Keystone/AP/Aziz Karimov
(sda/dpa)

Es sei notwendig, dass an den Vereinbarungen festgehalten werde, teilte das Aussenministerium in Moskau am späten Samstagabend mit. Aussenminister Sergej Lawrow habe dies bei Telefongesprächen mit seinen Kollegen aus Aserbaidschan und Armenien, Jeyhun Bayramov und Sohrab Mnazakanjan, noch einmal besprochen. Beide hatten zuvor in stundenlangen Verhandlungen in Moskau einer Feuerpause ab Samstag zugestimmt. Es gab dennoch Kämpfe.

Es gebe Provokationen von aserbaidschanischer Seite, sagte ein Armeesprecher aus Armenien. Die Feuerpause werde aber weitgehend eingehalten, hiess es. Aserbaidschan sprach am Abend hingegen von «groben» Verletzungen der Vereinbarungen durch Armenien.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen aserbaidschanischen und armenischen Truppen Ende September wurden auf beiden Seiten Hunderte Menschen getötet. Es sind die heftigsten Kämpfe in dem Jahrzehnte alten Konflikt seit der Einigung auf einen Waffenstillstand 1994.