Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Schwierige Rettungsarbeiten nach Tsunami

Bei dem verheerenden Tsunami in Indonesien sind nach neuen Angaben mindestens 429 Menschen ums Leben gekommen. Erst jetzt haben Helfer auch die abgelegensten Dörfer erreicht, die durch den indirekt von einem Vulkanausbruch ausgelösten Tsunami zerstört wurden.
Bewohner suchen in den durch den Tsunami zerstörten Gebäude nach Habseligkeiten. Noch werden viele Menschen vermisst. (Bild: Keystone/EPA/ADI WEDA)

Bewohner suchen in den durch den Tsunami zerstörten Gebäude nach Habseligkeiten. Noch werden viele Menschen vermisst. (Bild: Keystone/EPA/ADI WEDA)

(sda/dpa)

Die Zahl der Opfer könnte noch steigen: Mehr als 1485 Menschen seien verletzt worden, 154 weitere würden noch vermisst, teilte der indonesische Katastrophenschutz am Dienstag mit. Zudem erschwert starker Regen die Bergungsarbeiten.

Strassen in der besonders betroffenen Provinz Banten an der Südwestspitze der Insel Java waren bereits vor dem Tsunami in schlechtem Zustand. Nun können viele nur mit Hilfe von Baggern passierbar gemacht werden.

Die Schäden der Tsunami-Katatrophe sind enorm. Bild: Adi Weda / EPADie Schäden der Tsunami-Katatrophe sind enorm. Bild: Adi Weda / EPA
Dieses Haus stürzte wie ein Kartonhaus in sich zusammen. Bild: Fauzy Chaniago / AP)Dieses Haus stürzte wie ein Kartonhaus in sich zusammen. Bild: Fauzy Chaniago / AP)
Ein Opfer der Tsunami-Katastrophe wird von Soldaten weggetragen. (Bild: Ariesto Ishak/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Ein Opfer der Tsunami-Katastrophe wird von Soldaten weggetragen. (Bild: Ariesto Ishak/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
Ein Mann, der gerade einen Angehörigen identifiziert hat. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018)Ein Mann, der gerade einen Angehörigen identifiziert hat. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018)
Menschen suchen vor einem Spital in Carita nach Verwandten unter den Opfern. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Menschen suchen vor einem Spital in Carita nach Verwandten unter den Opfern. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
Suche nach Angehörigen unter den Opfern. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Suche nach Angehörigen unter den Opfern. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
Zerstörte Autos und Häuser. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Zerstörte Autos und Häuser. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
(Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))(Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
Ein Mann hält ein Kind, dass bei der Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen ist. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Ein Mann hält ein Kind, dass bei der Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen ist. (Bild: Fauzy Chaniago/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
Einwohner in Carita nach dem Tsunami. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))Einwohner in Carita nach dem Tsunami. (Bild: Achmad Ibrahim/AP (Carita, 23. Dezember 2018))
(Bild: KEYSTONE/EPA/ADI WEDA)(Bild: KEYSTONE/EPA/ADI WEDA)
Als möglichen Grund für den Tsunami nennen Experten einen Ausbruch des Fulkans Anak Krakatau. (Bild: KEYSTONE/EPA/GHAZALI)Als möglichen Grund für den Tsunami nennen Experten einen Ausbruch des Fulkans Anak Krakatau. (Bild: KEYSTONE/EPA/GHAZALI)
Auto umgestossen: Der Tsunami zerstörte in Anyer in Indonesien ganze Strassenzüge. (Bild: KEYSTONE/EPA BNPB/BNPB / HANDOUT)Auto umgestossen: Der Tsunami zerstörte in Anyer in Indonesien ganze Strassenzüge. (Bild: KEYSTONE/EPA BNPB/BNPB / HANDOUT)
Von gewissen Häusern blieben nach der Flugwelle nur noch Trümmer übrig. (Bild: KEYSTONE/EPA BNPB/BNPB / HANDOUT)Von gewissen Häusern blieben nach der Flugwelle nur noch Trümmer übrig. (Bild: KEYSTONE/EPA BNPB/BNPB / HANDOUT)
Bis zu 20 Meter hohe Wellen: Bewohner vor ihren vom Tsunami zerstörten Häusern in Carita in Indonesien. (Bild: KEYSTONE/AP/DIAN TRIYULI HANDOKO)Bis zu 20 Meter hohe Wellen: Bewohner vor ihren vom Tsunami zerstörten Häusern in Carita in Indonesien. (Bild: KEYSTONE/AP/DIAN TRIYULI HANDOKO)
15 Bilder

Mindestens 222 Tote bei Tsunami-Katastrophe in Indonesien

Regierung ruft Notstand aus

Teams von Soldaten, Behördenmitarbeitern und anderen Helfern arbeiten sich unermüdlich zu Dörfern im Bezirk Pandeglang vor. Dort richtete der Tsunami besonders schwere Schäden an. Die Regierung habe für die Region einen zwei Wochen dauernden Notstand ausgerufen, sagte Katastrophenschutz-Sprecher Sutopo Purwo Nugroho. Das Gebiet ist vor allem bei Einheimischen als Urlaubsziel beliebt.

Der Tsunami hatte am Samstag Küstengebiete der bei Urlaubern beliebten Inseln Java und Sumatra überschwemmt. Zu dem Zeitpunkt herrschten Flut und Vollmond, was die Wirkung der Wellen verstärkte.

Unter den zahlreichen Opfern war auch die in Indonesien beliebte Band Seventeen. Die Musiker wurden während ihres Konzerts auf einer Strandbühne vom Tsunami weggespült. Nur Sänger Riefian Fajarsyah überlebte. Seine Frau starb ebenso wie die anderen Bandmitglieder. Auf Instagram entschuldigte sich der Musiker, er könne nicht zur Beisetzung der Bandkollegen reisen, er müsse bei seiner Frau bleiben.

Vulkan als Auslöser

Auslöser des Tsunamis war nach offiziellen Angaben eine Eruption des in der Sundastrasse rund 50 Kilometer von der Küste entfernten Vulkans Anak Krakatau. Die Erschütterung hatte demnach zu einem Erdrutsch geführt, der dann den Tsunami auslöste. Die Flutwelle traf insgesamt fünf Bezirke auf Java und Sumatra. Am schlimmsten verwüstet wurde der Bezirk Pandeglang im Westen von Java.

Der Vulkan Anak Krakatau - das «Kind des Krakatau» - ist noch nicht zur Ruhe gekommen. Die Insel wächst seit Jahrzehnten aus den Überresten der bei der verheerenden Explosion des Krakatau 1882 fast vollständig zerstörten Vulkaninsel aus dem Meer.

Schon am Montag waren Tausende Menschen wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Viele hatten sich wegen Gerüchten über einen weiteren Tsunami in Notunterkünfte geflüchtet. Schweizer sind nach Angaben des EDA vom Montag nicht unter den Opfern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.