Sechs Jahre nach Absturz: MH370-Angehörige fordern neue Suche

Sechs Jahren nach dem Verschwinden der MH370 haben Angehörige von chinesischen Opfern die Wiederaufnahme der Suche nach Wrackteilen des Fliegers gefordert. Sie hoffen auf private Firmen aus aller Welt.

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Angehörige von vermissten Passagieren des Unglückflugs MH370 der Fluggesellschaft Malaysian Airlines.

Angehörige von vermissten Passagieren des Unglückflugs MH370 der Fluggesellschaft Malaysian Airlines.

KEYSTONE/EPA/AHMAD YUSNI
(sda/dpa)

«Ich denke, unsere Forderungen sind nachvollziehbar, denn es wurden keine Fortschritte erzielt», sagte Jiang Hui, der ein Angehörigen-Netzwerk leitet und selbst seine Mutter bei dem Absturz verloren hatte, der Nachrichtenagentur DPA anlässlich des Jahrestags am Sonntag.

Demnach hoffen die Angehörigen, dass die Regierung von Malaysia eine Prämie anbietet, damit sich Firmen in aller Welt auf die Suche nach dem Flugzeug machen. «Ich weiss nicht, wie lange diese Angelegenheit noch auf Eis gelegt werden soll», sagte Jiang Hui. Man fühle sich von der malaysischen Regierung und der Fluglinie Malaysia Airlines alleine gelassen. Auch die Kompensation für Angehörige und die psychologischer Betreuung seien weiterhin unzureichend.

Grosses Rätsel

Das Verschwinden der MH370 gilt bis heute als eines der grössten Rätsel der modernen Luftfahrt. Die Boeing 777-200-ER verschwand am 8. März 2014 auf dem Weg von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, an Bord waren 239 Menschen. Was damals passierte, ist noch immer ungewiss.

Bis auf einige Wrackteile, die an verschiedenen Küsten angespült wurden, gibt es keine Spur von dem Flugzeug. Vermutet wird, dass die Boeing auf dem Boden des Indischen Ozeans liegt.

Die Suche nach dem Wrack wurde offiziell eingestellt – Australien war damals federführend. Auch im Abschlussbericht aus Malaysia fanden die Experten keine Lösung. Neben einem Suizid des Piloten gibt es auch diverse andere Theorien – darunter ein Absturz wegen Treibstoffmangels oder eine Entführung.

Das Rätsel MH370 bleibt – Bericht lässt Raum für Spekulationen

Man bringt seine Mutter zum Flughafen, setzt sie ins Flugzeug und hört dann nie wieder von ihr. Nicht nur während der paar Stunden nicht, die der Flug dauert, oder einen Urlaub lang. Nie wieder. Nicht einmal, dass man wüsste, ob das Flugzeug mit ihr abgestürzt ist oder was auch immer.
Christoph Sator, DPA