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Selbstverbrennung vor 50 Jahren - Tschechien gedenkt Jan Palachs

Tschechien hat an die Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach vor 50 Jahren erinnert. Aus Protest gegen die Niederschlagung der Demokratiebewegung Prager Frühling hatte er sich am 16. Januar 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz mit Benzin übergossen und angezündet.
Tschechien erinnert an die Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach vor 50 Jahren. (Bild: KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK)

Tschechien erinnert an die Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach vor 50 Jahren. (Bild: KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK)

(sda/dpa)

Die Karlsuniversität, an der Palach Philosophie studiert hatte, enthüllte am Mittwoch eine neue Gedenktafel. Es gebe verschiedene Ansichten über die Tat, sagte Universitätsrektor Tomas Zima: «Doch eines ist sicher - es war ein Zeichen der Aufopferung für Freiheit und Demokratie.»

Die Gedenktafel ist 69 Zentimeter breit in Erinnerung an 1969 und wiegt 89 Kilo als Hinweis auf die Samtrevolution, der Wende in der damaligen Tschechoslowakei 1989. Das Werk des Bildhauers Jakub Vlcek ist an der Stelle im Boden eingelassen, wo Palachs Sarg nach dessen Tod am 19. Januar 1969 aufgebahrt war.

Am Sitz der Universität wurde zudem eine Ausstellung eröffnet. Für den Abend rief das Bündnis «Eine Million Augenblicke für die Demokratie» zu einer stillen Kundgebung mit Kerzen im Prager Stadtzentrum auf. Die Bewegung gilt als entschiedener Kritiker des liberal-populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis, dessen Regierung von den Kommunisten toleriert wird.

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