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Selenski und Poroschenko erreichen Präsidentenstichwahl

Der Komiker Wolodimir Selenski ist einer Prognose zufolge als Sieger aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in der Ukraine hervorgegangen. Er tritt am 21. April in einer Stichwahl gegen den amtierenden Staatschef Petro Poroschenko an.
Mit Abstand die meisten Stimmen hat der Komiker Wolodimir Selenski geholt (Bild: KEYSTONE/EPA/STEPAN FRANKO)

Mit Abstand die meisten Stimmen hat der Komiker Wolodimir Selenski geholt (Bild: KEYSTONE/EPA/STEPAN FRANKO)

(sda/afp/dpa/reu)

Das teilte ein Zusammenschluss aus drei Meinungsforschungsinstituten am Sonntagabend in Kiew kurz nach Schliessung der Wahllokale mit. Den Nachwahlbefragungen zufolge erhielt Selenski mehr als 30 Prozent der Stimmen und Poroschenko knapp 18 Prozent. Die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko kam demnach mit gut 14 Prozent auf Platz drei. Alle drei gelten als proeuropäisch.

Selenski spielt in der Fernsehserie «Diener des Volkes» einen Lehrer, der unverhofft zum Präsidenten wird. Kritiker werfen dem 41-Jährigen vor, auch im echten Leben fehle ihm politische Erfahrung.

Der Komiker, der vor allem bei jungen Wählern beliebt ist, hatte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP gesagt, er lerne bereits für seine mögliche neue Aufgabe: «Schliesslich will ich nicht wie ein Idiot aussehen.»

Der 53-jährige Poroschenko regiert die Ukraine seit den Maidan-Protesten im Jahr 2014. Nach dem Sturz seines Kreml-treuen Vorgängers Viktor Janukowitsch versprach er, die Ukraine stärker nach Westen auszurichten, gegen Korruption vorzugehen und den bewaffneten Konflikt im Osten zu beenden. Der Konflikt schwelt jedoch weiter, und die Korruption ist allgegenwärtig.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwachte die Wahl mit hunderten Beobachtern. Die OSZE hatte sich im Vorfeld unter anderem besorgt wegen der Sicherheitslage auch für Journalisten gezeigt. Mehrere ausländische Korrespondenten durften nicht einreisen, darunter auch Reporter aus EU-Staaten. Russland hatte ein Einreiseverbot für seine Wahlbeobachter verurteilt.

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