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Staatsanwaltschaft: Ex-Trump-Anwalt Cohen soll lange hinter Gitter

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll für längere Zeit ins Gefängnis. Dieser Auffassung ist der zuständige Staatsanwalt.
Die US-Justiz fordert eine fünfjährige Haftstrafe für den Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen. (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

Die US-Justiz fordert eine fünfjährige Haftstrafe für den Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen. (Bild: KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE)

(sda/dpa/afp)

In einer Strafempfehlung, die am Freitagabend in New York veröffentlicht wurde, empfiehlt die Anklagebehörde des Bundesstaates eine Haftstrafe von rund fünf Jahren für den Juristen. Dies ist nur eine geringe Abschwächung vom Regel-Strafmass.

Die Strafverfolger werfen ihm konkret vor, über Jahre hinweg aus «persönlicher Gier» gegen eine Reihe von Gesetzen verstossen zu haben. Seine Macht und seinen Einfluss habe er für «betrügerische Zwecke» eingesetzt, führte Bundesanwalt Robert Khuzami aus. Er empfahl eine Haftstrafe zwischen 51 und 63 Monaten für Cohen

Ihm werden neben Falschaussagen und Steuervergehen unter anderem illegale Wahlkampfbeihilfen vorgeworfen. Dieser Vorwurf bezieht sich auf die Schweigegeldzahlungen an die frühere Porno-Darstellerin Stormy Daniels und an weitere Frauen, die angegeben hatten, Affären mit Trump gehabt zu haben.

Lügen im Kongress

In einem zweiten am Freitag veröffentlichten Papier hat Russland-Sonderermittler Robert Mueller dagegen Cohen eine zufriedenstellende Zusammenarbeit bei den Ermittlungen attestiert, die sich um die Einmischung Russlands in die US-Wahlen 2016 drehen.

Cohen hatte sich schuldig bekannt und zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereiterklärt, um seine drohende Gefängnisstrafe zu reduzieren. Cohen soll den Kongress über Kontakte nach Moskau und ein Immobilienprojekt Trumps in der russischen Hauptstadt belogen haben. Dabei ging es um den geplanten Bau eines Trump-Hochhauses in Moskau. Die nun ausgesprochene Empfehlung aus New York zum Strafmass deutet daraufhin, dass Cohen nicht in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperierte.

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