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Studie: Europäische Medien sehen Brexit überwiegend gelassen

Medien in Europa fürchten kaum negative Brexit-Folgen für ihre Länder. Das geht aus einem am Montag im britischen Oxford veröffentlichten Bericht des Reuters-Instituts für Journalismus-Studien hervor.
Die britische Premierministerin Theresa May wird in der Berichterstattung über den Brexit einer neuen Untersuchung zufolge am meisten zitiert. (Bild: KEYSTONE/AP REUTERS POOL/YVES HERMAN)

Die britische Premierministerin Theresa May wird in der Berichterstattung über den Brexit einer neuen Untersuchung zufolge am meisten zitiert. (Bild: KEYSTONE/AP REUTERS POOL/YVES HERMAN)

(sda/dpa)

Für die Untersuchung wurde die Brexit-Berichterstattung von 39 Zeitungen, Magazinen und TV-Sendern in acht Ländern der Europäischen Union zwischen September 2017 und März 2018 untersucht. Die grösste Aufmerksamkeit bekam der Brexit in diesem Zeitraum in Irland, gefolgt von Deutschland. Weitere untersuchte Länder waren Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Schweden und Griechenland.

Mit Ausnahme Irlands herrscht bei europäischen Medien weitgehend eine «fehlende Besorgnis» mit Blick auf den Brexit, so die Autoren der Studie. Für das Thema Sicherheit und Verteidigung im Zusammenhang mit dem EU-Ausstieg gibt es beispielsweise so gut wie gar kein Interesse.

Medien in den untersuchten Ländern beziehen nur selten Position zur Trennung Grossbritanniens von der EU. Berichtet wird überwiegend neutral. Wird das Thema kommentiert, dann der Studie zufolge ganz überwiegend gegen den Brexit. Kritisiert wird auch die Rolle der britischen Regierung im Austrittsprozess.

Die meisten Anti-Brexit-Stimmen gibt es in Griechenland, Spanien, Schweden und Irland. In Frankreich, Italien und Polen sind die Kommentare eher auch mal gemischt oder befürworten den Brexit, so der Bericht. Am häufigsten zitiert wird die britische Premierministerin Theresa May, gefolgt von EU-Chefunterhändler Michel Barnier.

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