Südosten der USA kämpft nach «Florence» mit dem Wasser

Nach dem Sturm «Florence» kämpft der Südosten der USA mit den enormen Wassermassen, die der ehemalige Hurrikan mit sich gebracht hat. Für North Carolina stehe das Schlimmste noch bevor, sagte Zach Taylor vom Nationalen Wetterdienst der USA am Montag.

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Überflutung nach «Florence» in Fayetteville, North Carolina. (Bild: Keystone/EPA/JIM LO SCALZO)

Überflutung nach «Florence» in Fayetteville, North Carolina. (Bild: Keystone/EPA/JIM LO SCALZO)

(sda/reu/dpa)

Die Böden seien aufgeweicht und könnten keinen Regen mehr aufnehmen. Die Flüsse würden möglicherweise noch länger weiter anschwellen.

In North Carolina war mit Wilmington eine ganze Stadt mit fast 120'000 Einwohnern von der Aussenwelt abgeschnitten. Zehntausende Häuser wurden beschädigt. Die Zahl der Toten in North und South Carolina stieg auf 17.

In Teilen North Carolinas fielen seit Donnerstag bis zu 100 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Über den Bundesstaat wie auch dem Osten South Carolinas fiel weiter schwerer Regen.

«Florence» war am Donnerstag mit Hurrikan-Stärke auf die US-Küste getroffen und auf seinem Weg ins Landesinnere zu einem tropischen Tief herabgestuft worden. Das Nationale Hurrikan-Dienst warnte, «Florence» könne am Dienstag und Mittwoch wieder an Stärke zulegen.

Allein in North Carolina wurden laut Gouverneur Roy Cooper über 900 Menschen aus Überschwemmungsgebieten gerettet. Etwa 15'000 Menschen blieben weiterhin in Schutzunterkünften. Über 641'000 Häuser und Geschäfte waren in North und South Carolina sowie den benachbarten Bundesstaaten vom Strom abgeschnitten. Zeitweise waren es fast eine Million.

Andernorts gab es aber erste Anzeichen von Entwarnung. Das Hurrikan-Zentrum nahm seine Sturmwarnungen für weite Teile der Küste zurück.