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Tote, Verletzte und 2500 Festnahmen bei Protesten im Sudan

Bei Protesten im Sudan gegen Langzeit-Präsident Omar al-Baschir sind am Wochenende nach Angaben des Innenministers sieben Menschen getötet worden. 15 Demonstranten und 42 Sicherheitskräfte seien verletzt worden,.
Den dritten Tag in Folge demonstrierten am Montag Tausende Sudanesen in der Hauptstadt Khartum. Sie versammelten sich vor der Zentrale der Streitkräfte. (Bild: KEYSTONE/AP)

Den dritten Tag in Folge demonstrierten am Montag Tausende Sudanesen in der Hauptstadt Khartum. Sie versammelten sich vor der Zentrale der Streitkräfte. (Bild: KEYSTONE/AP)

(sda/dpa)

Die staatliche Nachrichtenagentur Suna zitierte am Montag Innenminister Buschara Aror. Rund 2500 Demonstranten wurden demnach bei den Protesten am Samstag und Sonntag festgenommen.

Den dritten Tag in Folge demonstrierten am Montag Tausende Sudanesen in der Hauptstadt Khartum. Die Menschen versammelten sich vor der Zentrale der Streitkräfte und riefen Parolen wie «Die Armee und die Menschen sind eins»

Die Sicherheitskräfte setzten erneut Tränengas gegen die Demonstranten ein und versuchten, die Kundgebung aufzulösen. Es kam zu Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Soldaten.

Al-Baschir unter Druck

Al-Baschir, der 1989 mit einem Militärputsch an die Macht kam, steht seit einigen Monaten stark unter Druck. Der Sudan befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise. Ausgelöst durch steigende Preise begannen Sudanesen im Dezember in mehreren grossen Städten des Landes, auf die Strasse zu gehen und gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung zu protestieren.

Die Demonstranten forderten dann aber zunehmend den Rücktritt Al-Baschirs. Dieser rief im Februar wegen der Proteste einen auf ein Jahr befristeten Ausnahmezustand aus und löste die Regierung auf. Im März ernannte er eine neue.

Der 75-jährige Staatschef regiert das Land im Nordosten Afrikas mit harter Hand. Er wird zudem vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht, ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Darfur-Konflikt vorgeworfen.

Dieser brach 2003 zwischen Volksgruppen im Westen des Landes, die mehr politische Mitbestimmung forderten, und der Regierung aus. Regierungskräfte und eine verbündete arabische Miliz gingen dabei brutal gegen die Bevölkerung vor.

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