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Trotz Wahlschlappe: Di Maio als Chef der Fünf Sterne bestätigt

Der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien, Luigi Di Maio, ist trotz des Debakels bei der Europawahl in seinem Amt bestätigt worden. Die Mitglieder sprachen ihm bei einer Abstimmung auf der parteieigenen Internetplattform mit 80 Prozent das Vertrauen aus.
Luigi Di Maio hat Grund zum Lächeln: Trotz des Debakels bei der Europawahl ist der Chef der mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung in Italien in seinem Amt bestätigt worden. (Bild: KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI)

Luigi Di Maio hat Grund zum Lächeln: Trotz des Debakels bei der Europawahl ist der Chef der mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung in Italien in seinem Amt bestätigt worden. (Bild: KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI)

(sda/dpa)

Die Fünf Sterne bilden seit einem Jahr gemeinsam mit der rechten Lega von Matteo Salvini eine Koalition. Der 32-jährige Di Maio ist wie Salvini auch Vize-Regierungschef.

44'849 Anhänger stimmten auf der Plattform «Rousseau» für Di Maio, 11'278 sprachen sich gegen seinen Verbleib als Parteichef aus. Bisher hatten noch nie so viele Anhänger an einer Online-Befragung der Partei teilgenommen, hiess es auf dem Portal der Fünf Sterne-Bewegung. Di Maio hatte selbst den Mitgliederentscheid auf der Internetplattform der Partei angekündigt, nachdem ihn viele Parteimitglieder für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht hatten.

Bei der Europawahl am Sonntag kam die populistische Bewegung nur noch auf etwa 17 Prozent - im Vergleich zu rund 32 bei der Parlamentswahl vor einem Jahr. Die Lega legte hingegen von 17 Prozent bei der Parlamentswahl auf jetzt 34 Prozent zu.

Ein Votum gegen Di Maio hätte vermutlich eine grössere Krise in der Populisten-Allianz ausgelöst, die am Samstag genau ein Jahr im Amt ist. Die beiden grundverschiedenen Parteien sind seit Wochen im Streit und können sich nicht auf gemeinsame Projekte einigen wie zum Beispiel auf wichtige Infrastrukturvorhaben.

Di Maio schaffte es zuletzt nicht, dem dominanten Innenminister Salvini die Stirn zu bieten, der mit seinem harten Kurs gegen Migranten beliebt beim Volk ist.

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