Trudeau: Grenze zwischen Kanada und USA wegen Corona wohl weiter zu

Angesichts der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen in den USA hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau keine baldige Öffnung der Grenze zwischen den beiden Ländern in Aussicht gestellt. «Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten», sagte Trudeau in der kanadischen Radioshow «Smart Start». «Wir werden weiter dafür sorgen, dass die Sicherheit der Kanadier bei unserem Vorgehen an erster Stelle steht. Wir sehen die Fallzahlen in den USA und anderswo auf der Welt und wir müssen diese Grenzkontrollen aufrecht erhalten.»

Drucken
Teilen
ARCHIV - Justin Trudeau, Premierminister von Kanda, spricht vom Rideau Cottage in Ottawa aus zu Kanadiern über die Coronavirus-Situation. (zu dpa «Trudeau: Grenze zwischen Kanada und USA wegen Corona wohl weiter zu») Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa

ARCHIV - Justin Trudeau, Premierminister von Kanda, spricht vom Rideau Cottage in Ottawa aus zu Kanadiern über die Coronavirus-Situation. (zu dpa «Trudeau: Grenze zwischen Kanada und USA wegen Corona wohl weiter zu») Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP/dpa

Keystone/The Canadian Press/AP/Sean Kilpatrick
(sda/dpa)

Die zeitweisen Schliessungen der Landgrenzen zwischen den USA und Kanada aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren im März in Kraft getreten und immer wieder verlängert worden, zuletzt offiziell bis zum 21. Oktober. Ziel ist, den nicht notwendigen Reiseverkehr zwischen den Ländern zu unterbinden und zugleich den Verkehr wichtiger Waren wie medizinischer Ausrüstung und Nahrung zu gewährleisten. Grenzübertritte aus Handels- oder Arbeitsgründen bleiben erlaubt. Es gibt auch weiterhin Flüge zwischen beiden Ländern.

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen hatte in den USA am Donnerstag mit 63 000 innerhalb von 24 Stunden erneut einen Höchststand seit Mitte August erreicht. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 7,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 217 700 starben. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. Auch in Kanada, wo rund 38 Millionen Menschen leben, war die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder angestiegen. Insgesamt haben sich dort bislang rund 190 000 Menschen angesteckt.

Die zweite Welle in Kanada sei «anstrengend» und «frustrierend», sagte Trudeau. «Wir müssen die Dinge wieder unter Kontrolle bekommen.» Mit der Erfahrung aus dem Frühjahr sei dies nun aber immerhin gezielter möglich.