Trump: Keine frühzeitigen Corona-Warnungen durch US-Geheimdienste

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach ihn die US-Geheimdienste bereits frühzeitig vor den Gefahren durch das neuartige Coronavirus gewarnt hätten. Dies gab der US-Präsident - wie fast immer - über Twitter bekannt.

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US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag (Ortszeit) auf die Meldung reagiert, dass ihn die US-Geheimdienste bereits frühzeitig über die Gefahren einer Coronavirus-Pandemie informiert hätten.

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag (Ortszeit) auf die Meldung reagiert, dass ihn die US-Geheimdienste bereits frühzeitig über die Gefahren einer Coronavirus-Pandemie informiert hätten.

KEYSTONE/AP/Patrick Semansky
(sda/dpa)

Die Geheimdienste hätten ihm bestätigt, dass sie das Thema erst im späten Verlauf des Januars erwähnt hätten, schrieb Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter. Selbst dann hätten sie das Thema nur in einer «sehr unbedrohlichen Art» zur Sprache gebracht. Das sei kurz vor dem von ihm erlassenen Einreisestopp für Ausländer aus China Ende Januar gewesen, der «zehntausende Menschenleben» gerettet habe. Die «Fake News»-Medien lägen «wie immer» falsch, schrieb der US-Präsident weiter.

Kleinreden der Gefahren?

Die «Washington Post» hatte am vergangenen Montag berichtet, US-Geheimdienste hätten in ihren täglichen schriftlichen Berichten für den US-Präsidenten im Januar und Februar mehr als ein Dutzend Mal vor dem Coronavirus gewarnt. Erstmals sei das Virus Anfang Januar erwähnt worden. Trump verzichte regelmässig darauf, die Berichte zu lesen, und zeige gelegentlich auch wenig Geduld bei den mündlichen Unterrichtungen, die zwei bis drei mal pro Woche erfolgten.

Trump hatte die Gefahr durch das Virus zunächst kleingeredet. Er hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, er habe zu spät auf die Bedrohung reagiert. Nach einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 1,15 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt worden - knapp ein Drittel aller bekannten Infektionen weltweit. Die Wissenschaftler der Universität haben in den USA mehr als 67'000 Todesfälle registriert.