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Twitter erleichtert Melden von Falschinformationen über Wahlen

Twitter erleichtert es künftig seinen Nutzern, irreführende Botschaften zur Stimmabgabe bei Wahlen an das Internetunternehmen zu melden. Eine entsprechende Funktion wird zunächst in die in Europa und Asien verfügbare Twitter-App eingebaut.
Er hat den Begriff Fake News erst richtig populär gemacht: US-Präsident Donald Trump. Kritiker sehen ihn auch als Produzenten solcher - jedenfalls von so genannten alternative facts. (Bild: KEYSTONE/EPA/JIM LO SCALZO)

Er hat den Begriff Fake News erst richtig populär gemacht: US-Präsident Donald Trump. Kritiker sehen ihn auch als Produzenten solcher - jedenfalls von so genannten alternative facts. (Bild: KEYSTONE/EPA/JIM LO SCALZO)

(sda/afp)

Im weiteren Verlauf des Jahres soll diese Funktion dann weltweit verfügbar zu sei, wie das für Sicherheitsfragen zuständige Team des Kurzbotschaftendienstes am Mittwoch mitteilte.

Twitter dürfe nicht dazu missbraucht werden, «Wahlen zu manipulieren oder sich in diese einzumischen», erklärte das Sicherheitsteam. Falschinformationen, die über die neue Funktion gemeldet werden können, betreffen unter anderem die Form der Stimmabgabe. So wird bislang etwa immer wieder die Fehlinformation verbreitet, dass über E-Mail, Telefon, Textnachrichten oder auch Twitter-Botschaften gewählt werden könne.

Tweets wurden nach Angaben des Unternehmens auch zur Verbreitung falscher Daten oder Uhrzeiten für die Stimmabgabe benutzt. Alle Versuche, die Verfahren zur Wahlregistrierung oder Stimmabgabe zu untergraben, «widersprechen den fundamentalen Werten unseres Unternehmens», hiess es in der Mitteilung.

Seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit seiner massiven Verbreitung von falschen und manipulativen Inhalten über die Onlinenetzwerke stehen diese Unternehmen unter Druck, gegen solche Praktiken vorzugehen. Sie haben ihre entsprechenden Anstrengungen zwar verstärkt, nach Ansicht vieler Kritiker jedoch nicht weitgehend genug.

So warf die EU-Kommission Ende Februar den Onlinenetzwerken mit Blick auf die Europawahlen vor, nur unzureichend gegen Falschinformationen vorzugehen. Die Kommission hatte mit Google, Facebook und Twitter im September einen freiwilligen Verhaltenskodex gegen Falschnachrichten vereinbart.

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