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Umstrittene Statue zu Fukushima-Katastrophe soll entfernt werden

Nach wochenlangem Streit soll eine über sechs Meter hohe Gedenkstatue zur Atomkatastrophe in Fukushima wieder abgebaut werden. Die Darstellung eines Kindes im Strahlenschutzanzug am Bahnhof werde «so schnell wie möglich» entfernt, erklärte der Bürgermeister.
Die Gedenkstatue zur Atomkatastrophe in Fukushima mit dem Namen «Sonnenkind» sorgte für Streit. Jetzt soll sie wieder entfernt werden. (Bild: KEYSTONE/EPA JIJI PRESS)

Die Gedenkstatue zur Atomkatastrophe in Fukushima mit dem Namen «Sonnenkind» sorgte für Streit. Jetzt soll sie wieder entfernt werden. (Bild: KEYSTONE/EPA JIJI PRESS)

(sda/afp)

Der Bürgermeister Hiroshi Kohata entschuldigte sich bei allen, deren Gefühle durch das Werk mit dem Titel «Sonnenkind» verletzt wurden. Viele Bürger hatten die Anfang August präsentierte Figur im Comic-Stil als geschmacklos empfunden und ihrem Unmut im Internet Luft gemacht.

«Gruselig und unwissenschaftlich»

Ein Nutzer bezeichnete das Werk als «wirklich gruselig». Ein anderer ärgerte sich, dass die Statue nichts an Fukushimas «schrecklichem Ruf» ändere und die Bemühungen zur Überwindung der Strahlenfolgen verhöhne.

Auch wissenschaftliche Einwände gab es: Das «Sonnenkind» trägt einen Zähler, der die Zahl «000» anzeigt - offenbar um zu verdeutlichen, dass es keine radioaktive Strahlung mehr gebe. Wegen der natürlichen Strahlung der Erde ist ein solcher Zählerstand aber nicht möglich.

Künstler bedauert den Entscheid

Bürgermeister Kohata zufolge soll nun die Verwaltung klären, was mit dem verstossenen «Sonnenkind» geschehen soll. Der Künstler Kenji Yanobe bezeichnete die Entscheidung der Stadt derweil als «sehr bedauerlich».

Allerdings sei er froh, dass sein Werk nicht weiter Anlass zum Streit gebe. Er habe mit der Statue allerdings nur Hoffnung vermitteln wollen, rechtfertigte sich Yanobe.

Im Atomkraftwerk Fukushima kam es im März 2011 nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami zur Kernschmelze. Radioaktivität trat aus und verseuchte weite Gebiete. Es war das schwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986.

In den meisten Gebieten der Katastrophenregion ist die Strahlung inzwischen wieder auf einem normalen Stand. Ein Sperrgebiet um den Unglücksreaktor darf aber weiterhin nicht betreten werden.

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