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Unmut über hohe Mieten: Besetzer dringen in Häuser in Berlin ein

Aus Protest gegen die angespannte Lage am Wohnungsmarkt in Berlin sind Hausbesetzer in der deutschen Hauptstadt in mehrere leer stehende Gebäude eingedrungen. Insgesamt seien acht Häuser betroffen gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.
Hausbesetzer in Berlin protestieren gegen steigende Mieten. (Bild: KEYSTONE/AP dpa/PAUL ZINKEN)

Hausbesetzer in Berlin protestieren gegen steigende Mieten. (Bild: KEYSTONE/AP dpa/PAUL ZINKEN)

(sda/afp)

In sechs Fällen handle es sich jedoch um "Scheinbesetzungen", bei denen "keine Personen angetroffen", sondern lediglich Transparente aus Fenstern gehängt worden seien. Am Abend kam es in Neukölln zu einer Räumung durch die Polizei.

In zwei Gebäuden - je eines in den Stadtbezirken Neukölln und Kreuzberg - hielten sich dagegen Besetzer auf, sagte der Sprecher. Am Abend leiteten Einsatzkräfte die Räumung des Gebäudes in Neukölln ein, nachdem Gespräche mit den Besetzern "gescheitert" seien. In Neukölln war den Angaben zufolge eine Hundertschaft der Polizei vor Ort. In dem Haus in Kreuzberg traf die Polizei dagegen keine Menschen mehr an.

Sympathisanten sprachen beim Kurzbotschaftendienst Twitter von einem gewaltsamen Vorgehen der Beamten in Neukölln. Der Polizeisprecher bezeichnete die Lage dagegen anfangs als "aggressionsfrei". Später war von einem "Rettungswageneinsatz" die Rede. Angaben zu möglichen Verletzten konnte der Sprecher zunächst nicht machen. Insgesamt hätten sich in dem Haus in Neukölln 56 Menschen aufgehalten, ihnen drohen Verfahren wegen Hausfriedensbruchs.

Am Abend zogen Demonstranten und Unterstützer der Besetzer in einem Protestmarsch von Kreuzberg nach Neukölln. Die Polizei sicherte die Demonstration.

Die Linke kritisierte in einer Erklärung, es sei "kaum mehr möglich in Berlin eine bezahlbare Wohnung zu finden". "Luxussanierung, spekulativer Lehrstand und der Bau teurer Eigentumswohnungen bestimmen die Lage in der Stadt", erklärte die Partei. Die bundesweiten Gesetze schützten den "privaten Profit für Besitzer und Spekulanten", statt sich an den Bedürfnissen der Menschen nach ausreichend Wohnraum zu orientieren.

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