Italien

Urteil bestätigt - keine Falschaussage von Roms Bürgermeisterin

Ein italienisches Berufungsgericht hat den Freispruch von Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi in einem Prozess wegen Vetternwirtschaft bestätigt. Das berichteten italienische Medien am Samstag. Die Entscheidung sei mit Applaus der Anwesenden im Gerichtssaal begrüsst worden. «Bürgermeisterin Raggi ist auch in der Berufung freigesprochen. Mache weiter wie immer mit erhobenem Haupt», schrieb Italiens Schulministerin und Parteifreundin Raggis, Lucia Azzolina, auf Twitter.

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ARCHIV - Virginia Raggi, Bürgermeisterin von Rom. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

ARCHIV - Virginia Raggi, Bürgermeisterin von Rom. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Keystone/AP/Andrew Medichini
(sda/dpa)

Raggi war vor gut vier Jahren vorgeworfen worden, die Antikorruptionsbehörde angelogen zu haben. Sie soll damals ausgesagt haben, dass Raffaele Marra, der frühere Personalleiter der Stadtverwaltung und gleichzeitig ihre «rechte Hand», sie nicht beeinflusst habe, als sie dessen Bruder Renato zum Direktor des Tourismussektors befördert hatte. Raffaele war wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet worden. Das Gericht entschied 2018, Raggi habe nicht gelogen und sprach sie frei.

Der Freispruch dürfte für Erleichterung bei der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) sorgen, der die 42-Jährige angehört. Eine Verurteilung hätte nach den Statuten der Protestpartei den Rücktritt Raggis nach sich gezogen. Die gebürtige Römerin ist die erste Frau an der Spitze der italienischen Hauptstadt und eine prominente Politikerin in den Reihen der M5S.