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US-Sonderermittler Mueller verschiebt Aussage vor Kongress

Der Sonderermittler in der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump, Robert Mueller, hat seinen mit Spannung erwarteten Auftritt vor den Abgeordneten des US-Kongresses um eine Woche verschoben. Er verlangt demnach mehr Redezeit und einen passenden Termin.
Will mehr Redezeit vor dem US-Parlament: Robert Mueller, der Sonderermittler in der Affäre um mögliche Kontakte zwischen Präsident Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland. (Bild: KEYSTONE/AP/CAROLYN KASTER)

Will mehr Redezeit vor dem US-Parlament: Robert Mueller, der Sonderermittler in der Affäre um mögliche Kontakte zwischen Präsident Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland. (Bild: KEYSTONE/AP/CAROLYN KASTER)

(sda/dpa)

Statt am 17. werde Mueller nun am 24. Juli in öffentlichen Sitzungen des Justiz- und des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses aussagen, teilten die demokratischen Vorsitzenden beider Gremien am Freitagabend mit. Mueller selbst habe die Verschiebung beantragt, um am neuen Termin mehr Redezeit zu erhalten, erklärten die Vorsitzenden Jerry Nadler und Adam Schiff.

Mueller hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampflager Trumps geheime Absprachen mit russischen Regierungsvertretern zur mutmasslichen Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf 2016 traf und ob Trump die Justizermittlungen behinderte.

Arbeit Ende März beendet

Ende März hatte Mueller seine Arbeit abgeschlossen und Justizminister William Barr einen vertraulichen Bericht übergeben. Barr legte zunächst eine vierseitige Zusammenfassung dazu vor. Erst Mitte April machte er eine in Teilen geschwärzte Version des kompletten Berichts publik.

Mueller und sein Team waren bei den Ermittlungen auf zahlreiche Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands gestossen. Beweise für eine Straftat fanden sie aber nicht. Zur Frage, ob Trump die Justiz behindert habe, traf Mueller keine Festlegung, sondern legte Indizien dafür und dagegen vor.

Die Demokraten wollten den 74 Jahre alten Ex-FBI-Chef bereits seit längerem dazu bringen, vor dem Kongress auszusagen. Muellers Einwilligung erfolgte aber erst, nachdem beide Ausschüsse sogenannte Subpoenas ausgestellt hatten - mit denen sie den Sonderermittler unter Strafandrohung zu einer Aussage bringen können.

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