US-Wahl: Gewaltsame Proteste rund um die Stimmenauszählung

Rund um die Auszählung der Wahlstimmen in den USA ist es in mehreren Städten zu teils gewaltsamen Protesten gekommen. In Portland im Bundesstaat Oregon gab es am Mittwochabend (Ortszeit) Ausschreitungen am Rande einer Demonstration.

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dpatopbilder - Eine Frau trägt während einer Demonstration in Portland für die Auszählung aller Stimmen im Rahmen der Präsidentschaftswahl eine Waffe. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

dpatopbilder - Eine Frau trägt während einer Demonstration in Portland für die Auszählung aller Stimmen im Rahmen der Präsidentschaftswahl eine Waffe. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Keystone/AP/Marcio Jose Sanchez
(sda/dpa)

Zahlreiche Menschen forderten dort, jede Stimme zu zählen. Laut Medienberichten wurden Schaufensterscheiben zerstört. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden.

In New York City kam es nach einem Bericht der «New York Times» zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Die Polizei meldete, sie habe mehr als 20 Personen festgenommen, die einen friedlichen Protest hätten kapern wollen. Auch in Chicago und Philadelphia wurden Proteste gemeldet, in Minneapolis blockierten nach Angaben der «New York Times» mehrere Hundert Demonstranten eine Bundesstrasse.

In Detroit im Bundesstaat Michigan versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten vor einem Auszählungsbüro und skandierte «Stoppt die Auszählung», wie auf Videos mehrerer Medien zu sehen ist. Auch in Phoenix im Bundesstaat Arizona versammelten sich am Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Dutzend Demonstranten vor einem Behördengebäude, in dem Stimmen ausgezählt wurden, wie auf Bildern des Fernsehsenders CNN zu sehen ist. Einer CNN-Reporterin zufolge forderten einige den Stopp der Auszählung. Andere wollten dagegen, dass alle Stimmen gezählt werden. Einige hätten Waffen wie Automatikgewehre dabei gehabt.