USA setzen Tränengas gegen Flüchtlinge an Grenze zu Mexiko ein

US-Grenzposten haben erneut Tränengas eingesetzt, um eine Gruppe von Flüchtlingen aus Mittelamerika an der Überquerung der Grenze zwischen Mexiko und den USA zu hindern. Die US-Behörde verteidigt das Vorgehen.

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Die US-Grenzwachen nehmen am Dienstag an der Grenze zu Mexiko zwei Flüchtlinge fest, die den Grenzzaun überwunden hatten. (Bild: KEYSTONE/AP/DANIEL OCHOA DE OLZA)
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Zur Abwehr von illegalen Grenzübertritten haben US-Grenzposten am Dienstag erneut Tränengas eingesetzt. (Bild: KEYSTONE/AP/DANIEL OCHOA DE OLZA)
Mit Tränengas haben US-Grenzschützer am Dienstag zahlreiche Flüchtlinge am Übertritt auf US-Gebiet gehindert. (Bild: KEYSTONE/AP/DANIEL OCHOA DE OLZA)
Zahlreiche Flüchtlinge haben am Dienstag versucht, die Grenze zwischen den USA und Mexiko zu überqueren. (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/JOSEBETH TERRIQUEZ)
US-Grenzposten setzen zur Abwehr von illegalen Grenzübertritten erneut Tränengas ein. (Bild: KEYSTONE/AP/DANIEL OCHOA DE OLZA)

Die US-Grenzwachen nehmen am Dienstag an der Grenze zu Mexiko zwei Flüchtlinge fest, die den Grenzzaun überwunden hatten. (Bild: KEYSTONE/AP/DANIEL OCHOA DE OLZA)

(sda/reu)

Einem Augenzeugen zufolge feuerten US-Sicherheitsleute in der Nacht zum Dienstag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana das Reizgas nach Mexiko, als einige Personen den Grenzzaun überklettern wollten. Bei einem ähnlichen Vorfall im November hatte Mexiko eine Untersuchung gefordert, weil Waffen auf das Staatsgebiet von Mexiko gerichtet worden seien.

Beim mexikanischen Aussenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die US-Grenzschutzbehörde CBP erklärte dagegen, das Tränengas sei eingesetzt worden, als Migranten US-Beamte mit Steinen bewarfen, die Kindern und Jugendlichen über den mit Stacheldraht gesicherten Zaun helfen wollten.

Zwei Festnahmen

Insgesamt hatten sich am Montagabend rund 150 mittelamerikanische Flüchtlinge in der Nähe des Grenzzaunes versammelt. Die meisten kehrten nach Angaben der CBP nach Mexiko zurück, 25 Menschen - darunter zwei Teenager - seinen festgenommen worden.

Tausende Menschen aus verarmten und von Gewalt heimgesuchten Ländern Mittelamerikas haben in den vergangenen Monaten versucht, über Mexiko in die USA zu gelangen. Sie campieren in Tijuana und hoffen, in den USA Asyl gewährt zu bekommen. US-Präsident Donald Trump hat die US-Grenzposten allerdings zu hartem Durchgreifen aufgefordert. Verschärft wird die Diskussion um die US-Migrationspolitik durch den Haushaltsstreit in den USA.

Trump fordert vom Kongress die Freigabe von fünf Milliarden Dollar, um die von ihm versprochene Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu können. Die Demokraten lehnen dies allerdings ab.