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Venezuela schlägt Gipfel Trump-Maduro in der Schweiz vor

Venezuelas Aussenminister Jorge Arreaza hat ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in der Schweiz vorgeschlagen. Regierungschef Nicolás Maduro und Trump könnten so ihre Differenzen direkt besprechen. Die USA winkten umgehend ab.
Der venezolanische Aussenminister Jorge Arreaza sagte in Genf, sein Land sei offen für Hilfslieferungen, aber nicht durch Gewalt, wie die USA es versucht hätten. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

Der venezolanische Aussenminister Jorge Arreaza sagte in Genf, sein Land sei offen für Hilfslieferungen, aber nicht durch Gewalt, wie die USA es versucht hätten. (Bild: KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD)

(sda/dpa)

«Wir sind offen für einen Dialog mit den USA», sagte Arreaza am Mittwoch vor dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf. «Warum nicht zwischen den Präsidenten Maduro und Trump? Warum sollten sie sich nicht treffen, um eine gemeinsame Basis zu finden und ihre Differenzen zu besprechen?»

Der Gipfel könnte «in einem neutralen Staat wie der Schweiz» stattfinden, sagte Arreaza später gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Maduro hatte bereits im Herbst 2018 am Rande der Uno-Vollversammlung in New York selbst so ein Treffen vorgeschlagen. Trump hatte das nach eigenen Angaben abgelehnt.

Washington winkt ab

Gut eine Stunde nach der Äusserung von Arreaza am Mittwoch erklärte der US-Gesandte beim Menschenrechtsrat in Genf, Robert Wood, vor den Medien, Präsident Trump sei «bereit, den legitimen Präsidenten Venezuelas zu treffen, und das ist Juan Guaido».

Maduro sei auch zum Dialog mit der Opposition bereit, sagte Arreaza weiter, «aber sie sind angewiesen worden, darauf nicht einzugehen.» Venezuela betrachtet den selbst ernannten Übergangspräsident Juan Guaidó als Marionette Washingtons. Arreaza verurteilte erneut die internationale Blockade gegen sein Land. Mehrere Milliarden Dollar würden unter anderem in den USA, in Grossbritannien und in Belgien blockiert.

Viele Länder machen die Maduro-Regierung für den wirtschaftlichen Niedergang und die Versorgungsengpässe in dem einst reichen Land mit den grössten bekannten Erdölreserven weltweit verantwortlich. Millionen Menschen sind ins Ausland geflohen.

Am Wochenende verhinderten Sicherheitskräfte an den Grenzen zu Kolumbien und Brasilien die von Guaidó unterstützte Einfuhr von Hilfsgütern. Bei den Zusammenstössen wurden mindestens vier Menschen getötet und rund 350 verletzt.

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