Coronavirus

Weitere hochansteckende Corona-Variante in Grossbritannien entdeckt

In Grossbritannien ist eine Coronavirus-Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden, die noch ansteckender sein soll als die in den vergangenen Tagen vermehrt festgestellte neue Variante.

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Der britische Gesundheitsminiser Matt Hancock ist sehr besorgt darüber, dass ein weiteres hochansteckendes Coronavirus in Südafrika entdeckt worden ist.

Der britische Gesundheitsminiser Matt Hancock ist sehr besorgt darüber, dass ein weiteres hochansteckendes Coronavirus in Südafrika entdeckt worden ist.

KEYSTONE/EPA/ROGER HARRIS/UK PARLIAMENT HANDOUT
(sda/afp)

Diese jüngste Mutation sei sehr beunruhigend, weil sie noch ansteckender sei, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch. Die jüngste Virus-Form sei bisher zwei Mal in Grossbritannien nachgewiesen worden. Die Regierung in London erliess mit sofortiger Wirkung Reisebeschränkungen für Südafrika.

Die jüngste Variante sei offenbar noch weiter mutiert als die ebenfalls neue Variante, die zuvor vor allem im Südostengland entdeckt worden war, sagte Hancock. Die beiden mit der neuesten Mutation infizierten Patienten seien ebenso wie ihre engeren Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden.

Appell an alle Bürgerinnen und Bürger

Die Regierung in London appellierte zudem an alle Bürger mit engem Kontakt zu Menschen, die in den vergangenen zwei Wochen in Südafrika waren, sich freiwillig zu isolieren. Auch das Auswärtige Amt warnte am Mittwoch auf seiner Website vor einer neuen Variante des Coronavirus in Südafrika.

Auch Forscher in Südafrika sagten, dass sich die jüngste Mutation des Virus offenbar noch schneller ausbreite als die vorherige, die zu Reisebeschränkungen vieler Länder im Verkehr mit Grossbritannien geführt hatte. Alle bisherigen Erkenntnisse deuten in diese Richtung, sagte Tulio de Oliveira, Direktor des Forschungsinstituts Krisp an der Universität Kwazulu-Natal, der Nachrichtenagentur AFP.

Steigende Fallzahlen in Südafrika

In Südafrika wurden zuletzt mehr als 14'000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden festgestellt. In den vorherigen Tagen hatte diese Zahl noch zwischen 8000 und 10'000 gelegen.

Wegen der vorherigen Neumutation des Virus hatte die britische Regierung einen verschärften Lockdown in England über die Weihnachtszeit verhängt. Mehr als 50 Länder beschränkten wegen dieser Virus-Variante seit dem letzten Wochenende den Reiseverkehr mit Grossbritannien, was Chaos auslöste. Einige Länder, darunter Frankreich, lockerten die Reisebeschränkungen aber inzwischen wieder.