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Zehntausende demonstrieren in Frankreich gegen Macrons Reformkurs

Erneut sind in Frankreich zehntausende Menschen gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron auf die Strasse gegangen. Die Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen in zahlreichen Städten am Samstag waren jedoch niedriger als bei vorangegangenen Protesttagen.
Bunter Demonstrationszug in Paris, mit einer Darstellung Macrons als Kaiser. (Bild: KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT)

Bunter Demonstrationszug in Paris, mit einer Darstellung Macrons als Kaiser. (Bild: KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT)

(sda/afp)

Drei Wochen nach dem Protestmarsch "Fête à Macron" zogen am Samstag erneut zehntausende durch mehrere französische Städte. Neben Paris waren dies Marseille, Lyon, Grenoble und Montpellier. Das Innenministerium gab die Zahl der Demonstranten mit landesweit rund 93'000 an, die Organisatoren sprachen von 250'000 Teilnehmern.

In Paris meldete die Polizei 21'000 Demonstranten, die Gewerkschaft CGT gab die Zahl der Teilnehmer in der französischen Hauptstadt dagegen mit 80'000 an. Beim vorangegangenen Protesttag am 5. Mai waren in Paris nach Polizeischätzungen 40'000, nach Gewerkschaftsangaben 100'000 Menschen auf die Strasse gegangen.

Die Organisatoren werfen Macron eine Politik "zugunsten der Reichsten" und soziale Kälte vor. Bereits vor drei Wochen hatte es in Frankreich ähnliche Proteste gegeben, an denen sich landesweit zehntausende Menschen beteiligt hatten. Derzeit sieht sich Macron auch einer Streikwelle der Bahn-Angestellten gegenüber. Diese bekämpfen seit Anfang April die Bahnreform von Macron.

Macron selbst gab sich unbeeindruckt. Die Proteste würden ihn "nicht aufhalten", sagte er am Freitag bei einem Besuch im russischen St. Petersburg. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF), Pierre Laurent, nannte den Staatschef am Samstag bei der Demonstration in Paris "arrogant" und warf ihm "autoritäre Methoden" vor.

Der Protestzug wurde aus Sorge vor Ausschreitungen von einem Grossaufgebot der Polizei begleitet. 43 Menschen wurden laut Polizei festgenommen, unter anderem wegen Waffenbesitzes.

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