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42. Bachmannpreis mit sieben Autorinnen und sieben Autoren

Am 4. Juli werden die 42. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt eröffnet. Mit im Rennen um den sogenannten «Bachmannpreis» sind drei Schweizerinnen.
Die Innerschweizerin Martina Clavadetscher ist eine von drei Schweizer Bewerberinnen um den Bachmannpreis. (Bild: Keystone/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Innerschweizerin Martina Clavadetscher ist eine von drei Schweizer Bewerberinnen um den Bachmannpreis. (Bild: Keystone/CHRISTIAN BEUTLER)

(sda/apa)

Von ihnen hat die in Deutschland geborene Corinna T. Sievers den wohl abenteuerlichsten Lebenslauf: Sie studierte Politik, Wirtschaft, Musikwissenschaften, Medizin und Zahnmedizin. Neben dem Studium arbeitete sie als Pianistin und als Nachtwache auf Intensivstationen. 1997 schrieb sie ihre Doktorarbeit über die Prognostizierbarkeit von Schönheit. Sievers lebt in Herrliberg und betreibt eine kieferorthopädische Praxis in Zürich.

Seit 2010 hat sie vier Romane veröffentlicht: «Samenklau», «Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung», «Maria Rosenblatt» und «Die Halbwertszeit der Liebe». Dass sie neben dem Schreiben einen bodenständigen Beruf ausübt, könnte ihr in Klagenfurt zum Vorteil gereichen: Der Sieger von 2009, der Deutsche Jens Petersen, war auch Arzt und arbeitete ebenfalls in Zürich.

Auch die zweite Schweizerin, Anna Stern (bürgerlich Bischofberger), hat neben dem literarischen auch einen naturwissenschaftlichen Hintergrund: Sie studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich und machte dieses Jahr am Institut für Integrative Biologie ihren Doktor. Sie hat die beiden Romane «Schneestill» (2014) und «Der Gutachter» (2016) veröffentlicht. 2019 soll ihr dritter Roman «Denn du bist wild wie die Wellen des Meeres» erscheinen.

Von den Schweizerinnen ist Martina Clavadetscher wohl die bekannteste. Sie hat vier vielbeachtete Theaterstücke verfasst und war in der Spielzeit 2013/14 Hausautorin am Luzerner Theater. Ihr zweiter Roman «Knochenlieder» - eine kühne Familien-Saga aus der Zukunft - war letztes Jahr für den Schweizer Buchpreis nominiert.

«Unsere» Nora Gomringer in der Jury

Das Starterfeld besteht heuer aus sieben Autorinnen und sieben Autoren - darunter acht aus Deutschland, eine aus Österreich sowie je eine Türkin und eine Ukrainerin.

In der Jury unter dem Vorsitz von Hubert Winkels gibt es zwei neue Gesichter: Die schweizerisch-deutsche Doppelbürgerin Nora Gomringer, Bachmann-Preisträgerin aus dem Jahr 2015, und die deutsche Literaturkritikerin Insa Wilke ersetzen Sandra Kegel und Meike Fessmann. Weiterhin im Gremium sitzen Stefan Gmünder, Klaus Kastberger, die Schweizerin Hildegard E. Keller und Michael Wiederstein.

Der Bewerb wird wieder via 3sat live übertragen und über den Deutschlandfunk gesendet. Bis Samstag, 7. Juli, finden die Lesungen statt, am Sonntag (8. Juli) folgt die Preisvergabe, bei der es um ordentlich Geld geht: Vergeben werden der mit 25'000 Euro dotierte Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, der Deutschlandfunk-Preis (12'500 Euro), der Kelag-Preis (10'000 Euro), der 3sat-Preis (7500 Euro) und der BKS-Bank-Publikumspreis (7000 Euro), der mit dem Stadtschreiber-Stipendium (5000 Euro) gekoppelt ist.

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