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Feiern mit Madonna: ESC in Tel Aviv erreicht Höhepunkt

Es ist eine riesiges Fernseh-Ereignis mit Fans vom Nordkap bis zum Kaukasus: Musiker aus 26 Ländern treten am heutigen Samstag beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv gegeneinander an - mit laut Buchmachern guten Chancen für die Schweiz.
Der Berner Sänger Luca Hänni am Freitag bei der Probe zum Final des Eurovision Song Contest in Tel Aviv. (Bild: KEYSTONE/EPA/ABIR SULTAN)

Der Berner Sänger Luca Hänni am Freitag bei der Probe zum Final des Eurovision Song Contest in Tel Aviv. (Bild: KEYSTONE/EPA/ABIR SULTAN)

(sda/dpa)

Für die Schweiz steht der Berner Sänger Luca Hänni bei dem Grand-Prix-Wettbewerb auf der Bühne. Der 24-jährige «Deutschland sucht den Superstar»-Sieger von 2012 präsentiert die Tanznummer «She Got Me». Das Lied verfügt nicht nur über sehr rhythmische Passagen, sondern auch über eine stimmungsvolle Melodie und einen mitreissenden Hüftschwung-Beat.

Die Buchmacher handeln seit Wochen den niederländischen Beitrag als Favoriten im Finale: Duncan Laurence singt in seiner melancholischen Ballade «Arcade» von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Glaubt man den jüngsten Prognosen der Wettbüros, so könnte dem Schweizer Beitrag im Final ein Platz in den Top Fünf winken. Am frühen Samstagmorgen sah die britische Wettquoten-Vergleichsseite Oddschecker Luca Hänni auf Platz Vier, hinter den Niederlanden, Australien und Schweden.

Das Schweizer Fernsehen überträgt die Live-Show ab 21 Uhr. Zuschauer können per Telefon, SMS und App ihre Stimme abgeben. Weltstar Madonna wird - ausser Konkurrenz - ebenfalls auftreten.

Schweiz zuletzt 2005 in den Top Ten

Die Schweiz hat den Eurovision Song Contest bisher zwei Mal gewonnen: Bei der Premiere 1956 mit Lys Assia und 1988 mit der Kanadierin Celine Dion ("Ne Partez Pas Sans Moi»). Zuletzt war sie 2005 unter den Top Ten - mit einem achten Platz der für die Schweiz angetretenen estnische Gruppe Vanilla Ninja.

Ausser der Schweiz haben es heuer folgende Länder ins Finale geschafft: Nordmazedonien, Holland, Albanien, Schweden, Russland, Aserbaidschan, Dänemark, Norwegen und Malta. Sie alle treten gegen die automatisch qualifizierten Big Five (die finanzstärksten ESC-Länder) Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien sowie die Finalisten aus der ersten Halbfinalrunde an. Diese sind: Australien, Tschechische Republik, Griechenland, Weissrussland, Serbien, Zypern Estland, Island, Slowenien und San Marino.

Teurer Madonna-Auftritt

Madonna wird laut Medienberichten ihren 80er-Jahre-Hit «Like a Prayer» und als Weltpremiere den neuen Song «Future» aufführen. Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies wird der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen - schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro.

Neben den Zuschauern stimmen auch nationale Fachjurys aus Sängern und Komponisten über die Beiträge ab. Am Ende gewinnt der Song mit den meisten Punkten. Mit dem ESC-Sieg ist kein Geld, sondern nur eine Trophäe für die Komponisten verbunden - ausserdem die Austragung der Veranstaltung im Folgejahr.

Im vergangenen Jahr hatte die israelische Sängerin Netta Barzilai mit ihrem schrillen Auftritt begeistert - und mit ihrem Song «Toy» gewonnen. Damit holte sie den 64. ESC nach Tel Aviv.

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