Muti dirigiert Friedenskonzert als Brücke zwischen Europa und Syrien

Der italienische Dirigent Riccardo Muti will bei zwei Friedenskonzerten eine musikalische Brücke ins vom Krieg zerstörte Syrien bauen.

Drucken
Teilen
ARCHIV - Der italienische Dirigent Riccardo Muti (M) leitet das Neujahrskonzert 2018 der Wiener Philharmoniker. Muti will bei zwei Friedenskonzerten eine musikalische Brücke ins vom Krieg zerstörte Syrien schaffen. (zu dpa «Muti dirigiert Friedenskonzert als Brücke zwischen Europa und Syrien») Foto: Hans Punz/APA/dpa

ARCHIV - Der italienische Dirigent Riccardo Muti (M) leitet das Neujahrskonzert 2018 der Wiener Philharmoniker. Muti will bei zwei Friedenskonzerten eine musikalische Brücke ins vom Krieg zerstörte Syrien schaffen. (zu dpa «Muti dirigiert Friedenskonzert als Brücke zwischen Europa und Syrien») Foto: Hans Punz/APA/dpa

Keystone/APA/Hans Punz
(sda/dpa)

Der 78-Jährige dirigiert am Freitag beim Festival in Ravenna und am Sonntag auf dem archäologischen Gelände von Paestum Beethovens 3. Symphonie «Eroica». Dabei soll Mutis Jugendorchester Luigi Cherubini zusammen spielen mit syrischen Exil-Musikern des Syrian Expat Philharmonic Orchestra. Dieser Klangkörper war 2015 in Deutschland gegründet worden. Es gehe darum, «an das syrische Volk zu erinnern und es zu ehren», erläuterte Muti in einer Erklärung.

Das Konzert am Sonntag soll ausserdem eine Verbindung herstellen zwischen der Unesco-Weltkulturerbestätte Paestum in Kampanien und der syrischen Ruinenstadt Palmyra. Die Ausgrabungsstätte der antiken Oasenstadt in Syrien war 2015 von der IS-Terrormiliz stark zerstört worden.

Muti hatte im Juni zur Eröffnung der Festspiele in Ravenna in der Emilia-Romagna eines der ersten regulären Konzerte in Italien nach Ende des Corona-Lockdowns dirigiert. Das Kulturfestival war 1990 von Cristina Mazzavillani Muti, der Frau des Star-Dirigenten, gegründet worden. In einer Konzertreihe werden dort regelmässig Verbindungen zu Orten aufgebaut, die von Krisen erschüttert sind.