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Sprachhürde und Sonnenhunger: Ai Weiwei will Berlin verlassen

Der chinesische Künstler Ai Weiwei will seine Wahlheimat Berlin nach drei Jahren verlassen. Der 60-jährige Menschenrechtsaktivist sagte der Nachrichtenagentur dpa, wichtigster Grund für die Suche nach einem neuen Wohnort sei die Sprachbarriere.
Der chinesische Künstler Ai Weiwei verlässt nach drei Jahren seine Wahlheimat Berlin. Er beherrscht die Sprache nicht und vermisst die Sonne. (Bild: Keystone/APA/APA/GEORG HOCHMUTH)

Der chinesische Künstler Ai Weiwei verlässt nach drei Jahren seine Wahlheimat Berlin. Er beherrscht die Sprache nicht und vermisst die Sonne. (Bild: Keystone/APA/APA/GEORG HOCHMUTH)

(sda/dpa)

Der chinesische Künstler Ai Weiwei will seine Wahlheimat Berlin nach drei Jahren verlassen. Der 60-jährige Menschenrechtsaktivist sagte der Nachrichtenagentur dpa, wichtigster Grund für die Suche nach einem neuen Wohnort sei die Sprachbarriere.

Zudem wolle er in seiner verbleibenden Zeit gern irgendwo leben, wo es mehr Sonne gebe. "Wo auch immer ich mich niederlasse - ich würde es nicht Heimat nennen, sondern eher eine notwendige Entscheidung auf dieser Reise", erklärte er.

"Der Tagesspiegel" hatte am Mittwoch berichtet, Ai habe seine Pläne "ganz nebenbei" bei einer Diskussionsveranstaltung in Berlin angekündigt. Der Künstler hatte sich nach der Rückerstattung seines Passes durch die chinesischen Behörden 2015 hier niedergelassen und ein schon länger geplantes Atelier in einer ehemaligen Brauerei am Pfefferberg eröffnet. Seine dreijährige Gastprofessur an der Universität der Künste läuft in diesem Sommer aus.

"Berlin hat mir eine wichtige Zeit zur Neuorientierung gegeben. Mit meinem Untergrundstudio und meiner Unkenntnis der deutschen Sprache hat es mir geholfen, die notwendige Abgeschiedenheit für meine Arbeit zu bekommen", erklärte Ai und versicherte: "Mein Studio in Berlin wird immer meine Basis in Europa bleiben. Das gebe ich nie auf."

Zugleich bestätigte der Künstler, dass er den katalanischen Separatistenführer Carles Puigdemont in Berlin getroffen hat. Man habe über die Menschenrechtslage in Europa und über die Möglichkeiten des legalen Protests zur Verteidigung von Menschenrechten und Demokratie gesprochen, sagte er. "Es kann zu diesem Thema vielleicht auch noch weitere Diskussionen geben."

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