10 Todesfälle wegen Listerien: Strafverfahren gegen Schwyzer Käser

Zehn Personen sollen gestorben sein, weil sie mit Listerien befallenen Käse gegessen hatten. Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz hat gegen einen Schwyzer Käser ein Strafverfahren eröffnet. Der Käse stammte mutmasslich aus dessen mittlerweile geschlossenem Betrieb.

Drucken
Teilen
Listerien in Schwyzer Käse sollen für Todesfälle verantwortlich sein.

Listerien in Schwyzer Käse sollen für Todesfälle verantwortlich sein.

KEYSTONE/GAETAN BALLY
(sda)

Es bestehe der Verdacht auf mehrfache fahrlässige Tötung, mehrfache fahrlässige Körperverletzung sowie Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Kantonschemiker der Urkantone hatte im Juli Strafanzeige eingereicht.

Demnach seien mutmasslich 34 Erkrankungen auf Listerien aus dem Betrieb zurückzuführen. Zehn der 34 erkrankten Personen seien gemäss der Strafanzeige verstorben. Für den beschuldigten Betriebsinhaber gilt die Unschuldsvermutung.

Die Warnung vor dem Verzehr richtete sich diesen Sommer gegen folgende Käsesorten der Käserei Vogel:

  • Bärlauch-Rahmkäse
  • Bio Knoblauch-Rahmkäse
  • Bio Pfeffer-Rahmkäse
  • Bio Schafbergkäse
  • Bio Schafbrie
  • Bio Schafmutschli
  • Bio Ziegenkäse
  • Bio Brie
  • Brie de-luxe/Brie Bloc
  • Brie Tomate
  • Brie Carré
  • Chnobli Chäs
  • Grottenkäse
  • Pfeffer-Rahmkäse «Don Pepe»
  • Rauch-Chäsli
  • Steinerberger Bio Bergkäse
  • Steinerberger Mutschli
  • Steinerberger viertelfett
  • Tell Geisskäse
  • Ur-Schwyzer Bergkäse (Swiss Knife Valley)
  • Urschwyzer halbfett
  • Urschwyzer Kräuterkäse
  • Wildspitz-Bergkäse
  • Wildspitzkäse Bio Rahm
  • Ziegenfrischkäse
  • Ziegenkäse A.X.V.